St. Goarshausen hat zwar immer noch keinen Bürgermeister, aber es gibt mindestens 3 gute Nachrichten aus der Stadt. Besonders wichtig für die Nachbarschaft: Nach mehreren Jahren Hin und Her soll im September endlich wieder ein klassisches „Rhein in Flammen“ inklusive Feuerwerk über der Burg Katz abgefackelt werden. Wie im Vorjahr fahren außerdem Food Trucks am Rheinufer auf. 2022 war das Event in St. Goarshausen finanziell und organisatorisch derart aus dem Ruder gelaufen, dass die Schwesterstadt St. Goar seitdem alles allein stemmen musste. 2025 gab es zwar wieder ein Landprogramm auf der rechten Rheinseite, aber auch hier habe die St. Goaerer Tourist-Info logistisch unterstützt, erinnert Pia Müller-Trimpe, die 1. Beigeordnete der Stadt St. Goar. Nach derzeitigem Stand trage ihre Stadt auch die Kosten für das Feuerwerk. Das Ziel sei „ein Kooperationsvertrag, in dem geregelt wird, dass Kosten und Aufwand bezogen auf das Feuerwerk und die Begleitmaßnahmen zu gleichen Teilen von den beiden Schwesternstädten getragen werden.“ Diese Entscheidung stehe noch aus. „Rhein in Flammen“ in St. Goarshausen und St. Goar findet vom 18. bis zum 20. September statt. Bei den anstehenden Kalkulationen in St. Goarshausen hilft möglicherweise ein Deal mit dem Rhein-Lahn-Kreis, denn er verschafft finanzielle Spielräume. Demnach gibt die Stadt ihren Anteil an der brutalistischen „Loreleyhalle“ ab und spart dadurch bis zu 30.000 Euro Unterhaltungskosten pro Jahr. Nach „RZ“-Informationen ändert sich für Vereine und Sportler trotzdem nichts, sie dürften das garantiert nicht denkmalgeschützte Gebäude weiterhin nutzen. Außerdem hat die Stadtverwaltung ein neues Rathaus bezogen – sie ist jetzt im sanierten früheren Bahnhofsgebäude zu finden. Hier tagt auch der Stadtrat. Rhein-Zeitung (€), BEN-Kurier, Mitteilung Pia Müller Trimpe
Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein
Boppard kann’s nicht lassen
Die Stadt Boppard kann eine Menge, aber Gastronomie gehörte bisher nicht dazu. In den 10er-Jahren investierte sie viel Steuergeld in eine opulente Restaurantausstattung für die Kurfürstliche Burg. Leider spielten die Pächter nicht mit. Der erste, Winzer Michael Schneider, gab wegen Personalmangels auf, der zweite war ein Fall fürs Privatfernsehen („Rosins Restaurants“). Mittlerweile ist die Stadtbücherei in die Burg eingezogen, aber laut „RZ“ kann die Stadt es nicht lassen. Sie plant jetzt eine Nummer kleiner und denkt an einen Weinausschank mit Außengastronomie. Bürgermeister Jörg Haseiner will es möglichst pragmatisch angehen O-Ton: „Wir gucken erstmal, was an Bewerbungen eingeht. Danach können wir mit den Interessierten weitere Details besprechen und schauen, ob man es umsetzen kann.“ Rhein-Zeitung (€), Mittelrheingold (2023, Hintergrund)
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