Wer die Marketing-Strukturen am Mittelrhein kompliziert findet, kennt Rüdesheim nicht. Dort hat sich Stadt weitgehend aus dem operativen Tourismus-Geschäft zurückgezogen, zahlt aber weiter dafür. Seit 2003 werden Jahr für Jahr 360.000 Euro an den ehrenamtlich geführten „Verein Wirtschafts- und Tourismusförderung“ (WTF) überwiesen, der damit die eigene Rüdesheim Tourist AG (RÜD AG) finanziert. Momentan ist mit den Ergebnissen niemand so richtig glücklich. Der Verein will mehr Geld von der Stadt, in der Stadt fragt man sich, warum der Verein dazwischengeschaltet werden muss, und kaum jemand weiß, wofür die Marke Rüdesheim eigentlich steht. Unterdessen hat die Rüdesheim Tourismus AG den zweiten Chef in weniger als 3 Jahren verschlissen. Ende 2019 verabschiedete sich der langjährige Vorstand Rolf Wölfert; er arbeitet mittlerweile für die Buga-Gesellschaft. Sein Nachfolger Martin Duda ist auch nicht mehr da. Vorerst helfen Seilbahn-Geschäftsführer Rainer Orben und der Rüdesheimer Unternehmensberater Henry Rölz aus. Bis zum Herbst soll ein neuer RÜD-Chef her. Parallel entwickelt eine regionale Arbeitsgruppe eine neuen Strategie für Rüdesheim. Wiesbadener Kurier (€)

Rüdesheim bei Nacht. Foto: RÜD AG / Marlis Steinmetz

Rüdesheim bei Nacht. Foto: RÜD AG / Marlis Steinmetz

Blaue Augen in Bingen

„AZ“-Redakteurin Christine Tscherner hat die nachrichtenarme Zeit rund um den Jahreswechsel genutzt, um im Binger Einzelhandel zu recherchieren. Ihre Bilanz fällt besser aus als befürchtet. Die Läden im City-Center spüren zwar die Corona-Flaute, aber das Weihnachtsgeschäft hätte schlimmer ausfallen können. Manche Kunden haben die Innenstadt sogar wiederentdeckt, weil sie die Ballungszentren jetzt lieber meiden. „Wir sind bislang mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Sportfachhändler Markus Klingler. Allgemeine Zeitung (€)

Ein Tag auf der Marksburg

Was geht im Winter am Mittelrhein? Der SWR wollte es wissen hat und eine junge Familie aus Rheinhessen nach Braubach geschickt. Die Landesschau-Reportage über ihren Ausflug auf die Marksburg macht Lust auf den Mittelrhein. SWR (Video)

Geld für Bacharach

Viel ist es nicht, aber Bacharach kann traditionell jeden Euro gebrauchen. Die Stadt bekommt 86.000 Euro aus dem Fördertopf „Lebendige Zentren“. Das bundesweite Programm ist für die Weiterentwicklung historischer Innenstädte gedacht. Laut „AZ“ sollen in Bacharach überwiegend private Investitionen unterstützt werden. Allgemeine Zeitung, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Website zum Förderprogramm)

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