In Zeiten von Corona kann in einer Woche viel passieren. Zu viel, um das einzige Blog für das ganze Obere Mittelrheintal nur am Freitag zu aktualisieren. Darum erhöht Mittelrheingold die Dosis: Ab sofort und bis auf Weiteres gibt es hier täglich Neues über die ganze Region. Corona bedroht Menschen und Existenzen im Welterbe-Tal. Jetzt kommt es darauf an, den Überblick zu behalten und Solidarität zu zeigen. Dann machen wir mal.

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Der Digital-Doc von Oberwesel

Das Internet ist selten ein guter Doktor, weil es Halbwissen und Gerüchte verbreitet, aber wenn Mediziner es nutzen, kann es Leben retten. In Oberwesel bietet Hausarzt Axel Strähnz jetzt virenfreie Video-Sprechstunden an. Anmeldungen sind über 06744-8173 oder videosprechstunde-oberwesel@t-online.de möglich. Facebook

Facebook, dein Freund und Helfer

Zu laut, zu aggressiv, zu datengeil: Facebook schien zuletzt auf dem absteigenden Ast, aber in der Krise ist das Netzwerk wichtig wie nie. In großen Facebook-Gruppen listen Mittelrheiner z.B. Restaurants auf, die Abhol- oder Lieferservices bieten. Jede Bestellung hilft. Auch Mittelrheingold wird in den kommenden Wochen immer wieder auf Gewerbetreibende hinweisen, die in der Krise aktiv bleiben und Unterstützung verdienen. Hinweise gerne per Mail an post@mittelrheingold.de

Das Krankenhaus als Risiko-Patient

Die Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein und der Städte St. Goar und Oberwesel haben gerade alle Hände voll zu tun. Anders ist der Tonfall nicht zu erklären, in dem sie die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler um Corona-Hilfe für die Loreley-Kliniken bitten („Wir gehen davon aus, dass Ihnen die aktuelle Situation bekannt ist“). Das Schreiben ist auch deshalb unglücklich, weil es die Belegschaft der Kliniken vor den Kopf stößt: Sie erfährt per Facebook, dass die Suche nach einem neuen Investor gescheitert ist. Unterdessen hat sich auch die SPD in der VG Hunsrück-Mittelrhein an ihre Parteifreundin in Mainz („Liebe Sabine“) gewandt. Genau so hart in der Sache, aber diplomatischer im Ton. Das Problem ist, dass im derzeitigen Gesundheitssystem kaum eine Klinik davon profitiert, Corona-Patienten zu behandeln. Im Gegenteil: Weil lukrativere Operationen verschoben werden müssen, geraten Krankenhäuser mir wirtschaftlichen Vorerkrankungen in noch  größere Schwierigkeiten. Rhein-Zeitung (Bürgermeister-Brief)Facebook

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