Jens Güllering gehört zu den wichtigsten Kommunalpolitikern am Mittelrhein, obwohl er dort gar nicht amtiert- der Verwaltungsprofi und frühere Kämmerer von Lahnstein ist seit 2014 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, lebt aber weiterhin in seinem Heimatort Kestert. Güllering, CDU, setzt sich seit Jahren vehement für den Bau der Mittelrheinbrücke ein. Sie würde den Einwohnern seiner Verbandsgemeinde den Zugang zu Arbeitsplätzen im Hunsrück erleichtern. Aber weil der Planungsprozess stockt und der genaue Standort zwischen Fellen und Wellmich immer noch nicht feststeht, spürt selbst Güllering Anzeichen von Resignation. Er selbst glaube noch an die Brücke, wird er in der „RZ“ zitiert. Doch er höre immer öfter, dass Menschen das Projekt abgeschrieben hätten. Jetzt hofft er, dass die neue Landesregierung „das Thema Mobilität und Infrastruktur als wichtig erachtet und unsere Region wieder auf Stand bringen möchte“. Zunächst muss sich die Mainzer Ministerialbürokratie allerdings sortieren. Nach dem Regierungswechsel haben sich für die Zuständigkeiten für die Mittelrheinbrücke geändert – verantwortlich ist jetzt nicht mehr das Wirtschaftsministerium, sondern das neu zugeschnittene Ministerium für Inneres, Integration und Verkehr unter dem bisherigen Westerwald-Landrat Achim Schwickert. Rhein-Zeitung (€)
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