Mittelrheiner haben den berühmtesten Fluss Europas vor ihrer Haustür, aber sie nutzen ihn fast nie. Hier und da gibt es Ruderclubs oder andere Wassersportvereine. Um ein Motorboot zu fahren, muss man eins besitzen. Schwimmen gilt als Risiko und ist nur ausnahmsweise möglich. In Touristikerkreisen träumt man seit Jahren von mehr maritimen Angeboten für Gäste und Einheimische, aber die Entwicklung ist zäh. Ein Pionier und Hoffnungsträger könnte der Binger Tobias Völker sein. Der 42-Jährige hat „Rheintastisch“ gegründet, einen Verleih für Motorboote. Völker startet mit 2 Modellen der Marke „Quicksilver“. Ein Bootsführerschein ist Voraussetzung. Der Chef selbst bietet Kurse bei der Binger Volkshochschule an. Völkers Sprung in die Selbständigkeit passiert eher ungeplant: Der passionierte Freizeit-Skipper verlor in der Corona-Krise seinen Job als Manager einer Zeitarbeitsfirma. Jetzt macht er das Hobby zum Beruf. Allgemeine Zeitung, Rheintastisch

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Rhein bei Lorchhausen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Happy Birthday, Sooneck

Vor fast genau 750 Jahren, am 10. Mai 1271, wurde Burg Sooneck zum ersten Mal erwähnt – als „Castrum Sanecke“ und in der selben Urkunde wie die nahegelegene Burg „Richenstein“ aka Reichenstein. Jochen Werner beschreibt in der „AZ“ die wechselhafte Geschichte der Burg, die 1689 von französischen Truppen zerstört wurde. Die Ruine übernahmen im 19. Jahrhundert der König von Preußen und seine Brüder. Sie ließen Sooneck im neogotischen Stil wiederaufbauen, um die Burg als Jagdschloss zu nutzen. Angeblich kamen sie aber nie vorbei. Nach dem Ende der Monarchie ging das pittoreske aber nutzlose Anwesen in Staatsbesitz über. Gerade beginnt ein neues Kapitel in der Burggeschichte. Cora und Marco Hecher von Burg Rheinstein haben Sooneck vom Land Rheinland-Pfalz gepachtet und planen touristische Angebote für Familien. Allgemeine Zeitung

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