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Last Exit St. Goarshausen

Blick vom Spitzhacke auf den Rhein. Foto: Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH/Creative Commons

Bis ca. 2029 ist das zuverlässigste Verkehrsmittel im Mittelrheintal vermutlich das Kajak. Das gilt zumindest für die rechte Rheinseite, denn dort kommt kurz nach der Bahnsanierung die Vollsperrung der B 42. Laut „RZ“ geht ab Anfang kommenden Jahres zwischen Kaub und St. Goarshausen nichts mehr. Der rheinland-pfälzische Landesbetrieb Mobilität (LBM) plant dort einen Radweg im Stil von Lorch und Rüdesheim, also breit und teuer. Ähnlich wie flussaufwärts im hessischen Teil des Welterbegebietes erfordert die komplizierte Mittelrhein-Topografie eine so genannte „Kragarmkonstruktion“, also einen balkonartigen Anbau an die Bundesstraße. „Diese aufwendige Konstruktion mit Rückverankerung lässt es nicht zu, dass der Verkehr während der Bauzeit weiter fließen kann“, zitiert die Zeitung den zuständigen LBM-Ingenieur Jörg Reifferscheid. Die Vollsperrung soll 2 Jahre dauern, gleich danach beginnt die Bundesgartenschau. Insgesamt sind 30 Millionen Euro eingeplant, davon allein 21 Millionen für 2,9 Kilometer Radweg an der Roßsteinkurve. Das wären etwas über 7200 Euro pro Meter und im Vergleich zum „teuersten Radweg Deutschlands“ („FAZ“) fast schon geschenkt – zwischen Lorch und Rüdesheim summierte sich der durchschnittliche Meterpreis auf 12.000 Euro. Vor der Vollsperrung muss die rechte Rheinseite aber noch die Generalsanierung der Bahnlinie hinter sich bringen. Sie beginnt am Freitagabend (10. Juli) und soll bis Dezember dauern. In dieser Zeit fährt zwischen Rüdesheim und Koblenz kein Zug. Rhein-Zeitung (€), Mittelrheingold (Hintergrund, 2023)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH/Creative Commons

Die Buga bittet zur Kasse

Die Buga-GmbH muss auch nach der Erhöhung ihres Budgets auf 137 Millionen Euro jeden Cent umdrehen. Das merkt man auch in St. Goar. Dort bleibt die Stadt auf fast Millionen Euro für Maßnahmen rund um die Burg Rheinfels sitzen, die eigentlich von der Bundesgartenschau bezahlt werden sollten. Es geht u. a. um den Fußweg von der Stadt zur Burg, um den Parkplatz und um eine barrierefreie Bushaltestelle. Bürgermeister Falko Hönisch hofft jetzt auf Zuschüsse aus einem Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz. Es könnte 85 Prozent der Kosten abdecken. Rhein-Zeitung (€)

Bingen sucht neue Hoteliers

In Bingen stehen gleich 2 Hotels zum Verkauf. Für 2,3 Millionen Euro wäre das Hotel „Krone“ am Rheinkai zu haben. Die zuständige Maklerfirma beschreibt es auf Immobilienscout24 als „charmantes und gepflegtes Objekt in bester Lage von Bingen am Rhein.“ Es vereine „historischen Charakter mit kontinuierlichen Modernisierungen und einer soliden wirtschaftlichen Basis.“ Nur wenige 100 Meter weiter verkaufen die Geschwister Menges den nicht ganz so modernisierten „Starkenburg Hof“, den man mit ein bisschen guten Willen zum Kult-Hotel mit 70er-Jahre-Flair erklären könnte. „Wir sind mit unseren Zimmerfrauen alt geworden“ zitiert die „AZ“ Mitinhaberin Christa Menges. Hier ist von 900.000 Euro die Rede. In Bingen herrscht weiterhin eine hohe Nachfrage nach Hotelzimmern Die Stadt sei von Ostern bis Oktober „fast jedes Wochenende ausgebucht“, heißt es im „AZ“-Artikel. Laut Oberbürgermeister Thomas Feser fehlen auch nach dem Bau und der Erweiterung des „Papa Rhein“ in Bingen „100 Betten mit Wellness und Spa“und weitere 120 in der mittleren Preisklasse. Allgemeine Zeitung (€)

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