Redaktion

100.000 Brücken-Besucher für Boppard

Blick auf die Bopparder Rheinallee. Foto: Denise Bergfeld / Stadt Boppard

Die Bopparder Hängebrücke ist noch lange nicht baureif, aber seit dieser Woche ein Stück wahrscheinlicher. Der Stadtrat hat sich mit großer Mehrheit für das Projekt ausgesprochen; damit kann der notwendige Beteiligungs- und Genehmigungsprozess starten. Laut Bürgermeister Jörg Haseneier laufen schon erste Gespräche mit Naturschutzbehörden und Welterbe-Instanzen. Mittlerweile wird auch klarer, wie sich der schwäbische Investor Eberhard Bewehrungsbau – ihm gehört auch die Bopparder Sesselbahn – die Realisierung vorstellt. Die Brücke soll  in 63 Metern Höhe über das Ewigbachtal führen und 310 Metern lang und 1,20 Meter breit sein. Der kostenpflichtige Zugang wird über Drehkreuze geregelt, als Öffnungszeiten sind 8 bis 20.30 Uhr während der Saison und 9 bis 16 Uhr 30 zwischen November und März im Gespräch. Die Brücke wäre ausschließlich zu Fuß oder per Sesselbahn zu erreichen. Wer mit dem Auto anreist, muss in der Stadt parken. Dafür hat das Koblenzer Planungsbüro Firu einen Bedarf von bis zu 180 Stellplätzen errechnet. Die Experten kalkulieren mit rund 100.000 Besuchern pro Jahr. Damit wäre die Brücke eine der attraktivsten Sehenswürdigkeiten am Mittelrhein. Zum Vergleich: Der Landschaftspark auf der Loreley kommt auf ca. 150.000 Besucher, Burg Rheinfels auf etwa 50.000. Rhein-Zeitung (€), YouTube (Stadtratssitzung Boppard)
Foto: Denise Bergfeld

Das schönste Atelier von Bingen

Dass der Arbeitsplatz des Oberbürgermeisters von Bingen kaum zu toppen ist, weiß man. Kein anderes Stadtoberhaupt darf in einer Burg mit Rheinblick amtieren. Was weniger bekannt ist: Auf Burg Klopp entstehen nicht nur Verwaltungsakte, sondern auch Kunst und Kultur. Laut „AZ“ sind im Turm 3 Etagen an Binger Künstler verpachtet. Maler und Grafiker Peter Hemmerle hat dort sein Atelier eingerichtet und das Musikerpaar Gernot Blume und Julie Spencer nutzt ein Stockwerk als Proberaum. In der „AZ“ erzählt Hemmerle, wie er 2005 zu seinem Mietvertrag kam: Nach dem Auszug des Heimatmuseums fragt er einfach die damalige Oberbürgermeisterin Birgit Collin-Langen, ob er eines der leerstehenden Turmzimmer haben könne. Die Nachteile nimmt er immer noch bereitwillig in Kauf: Keine Heizung, keine Toilette, kein Fahrstuhl und 90 so enge Treppenstufen, dass er größere Gemälde durchs Fenster abseilen muss. Allgemeine Zeitung (€)

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