Redaktion

Kopflos in St. Goarshausen und ein Tag in der Kauber Zollstraße

Blick auf St. Goarshausen, September 2023

In St. Goarshausen bleibt es schwierig. In der Stadtratssitzung am vergangenen Mittwoch gab es zwar endlich einen Kandidaten für den Bürgermeisterposten, aber niemanden, der ihn unterstützen wollte. Istvan Szalai, seit 2022 Bürger der Stadt, hatte öffentlich seine Bereitschaft erklärt und erste Gespräche geführt. Der gebürtige Ungar, von Beruf Anästhesiepfleger, lebt seit 23 Jahren in Deutschland. Laut „RZ“ störte sich die mit Abstand größte Ratsfraktion „Pro GOH“ (14 von 16 Sitze) an der fehlenden kommunalpolitischen Erfahrung des Kandidaten. Offenbar befürchtete man nach den letzten Rücktritten und Abwahlen ein weiteres Fiasko. „Pro GOH“ wäre nur bereit gewesen, Szalai zum 3. Beigeordneter zu wählen. Auch dieser Posten ist seit über einem Jahr vakant. In der „Rhein-Zeitung“ wird die Absage an Szalai scharf kritisiert. Redakteurin Mira Zwick nennt es einen „Schlag ins Gesicht für Ehrenamtswillige“. Tatsächlich sind Seiteneinsteiger nichts Ungewöhnliches und von vielen Wählern ausdrücklich erwünscht. So kamen etwa in Lorch Ivo Reßler und in Bacharach Dieter Kemmer ins Bürgermeisteramt, ohne vorher dem Kommunalparlament oder der Verwaltung angehört zu haben . Rhein-Zeitung (€, Ratssitzung), Rhein-Zeitung (€, Kommentar)

Auferstehen aus Ruinen

Petra Bittkau und Andreas Heinemann arbeiten eigentlich in Wiesbaden, aber bis 2029 dürfen sie Dauergäste in St. Goar sein. Die beiden Landschaftsarchitekten machen Burg Rheinfels fit für die Bundesgartenschau. Die größte Ruine am Mittelrhein, nacheinander mittelalterliche Burg, Renaissanceschloss des Landgrafen von Hessen und barocke Festungsanlage, ist als Highlights der Buga vorgesehen. Geplant sind deutlich mehr Grün – z. T. nach historischem Vorbild -, eine Fläche für Open-Air-Events und eine spektakuläre Aussichtsplattform. Rhein-Zeitung (€)

Ein Tag in der Kauber Zollstraße

Wenn die Jugendherberge ausgebucht ist, hat Kaub rund 16 Prozent mehr Einwohner. Das 130-Betten-Haus in der ehemaligen kurpfälzischen Amtskellerei ist in einer aktuellen SWR-Reportage über die Kauber Zollstraße zu sehen. Neben Herbergschefin Susanne Reimann-Tavera kommen im Video weitere Anwohner zu Wort, darunter der altgediente Fährmann Heinz Dieter Kimpel und sein Sohn André, Bürger- und Friseurmeister Bernd Vogt und die gastfreundlichste Künstlerin am Mittelrhein: Kirsten Herold darf mit einer gastronomischen Sondergenehmigung in ihrem Atelier Kaffee ausschenken und Kuchen anbieten. Film ab und dann nach Kaub: SWR (Video)

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