Das Niedrigwasser bringt den Fahrbetrieb am Mittelrhein ans Limit. Seit Sonntag geht zwischen Niederheimbach und Lorch nichts mehr. Die Reederei FRS hat ihre Fähre mittlerweile stromaufwärts nach Ingelheim verlegt, denn für die Strecke nach Oestrich-Winkel ist noch genug Wasser unterm Kiel. „Wir gehen zu 95 Prozent davon aus, dass wir in den nächsten 14 Tagen so weiterfahren“, zitiert der „Wiesbadener Kurier“ FRS-Chef Tim Kunstmann. Am zweiten FRS-Standort im Welterbetal läuft der Verkehr noch, wenn auch mit Einschränkungen: Zwischen St. Goar und St. Goarshausen werden derzeit keine LKWs über 7,5 Tonnen befördert. Auch die Kauber Fähre muss auf ihr Gewicht achten und nicht nicht mehr alles mit, was rollt. Und zwischen Boppard und Filsen steht der Betrieb sowieso still, hier wird immer noch an einer beschädigten Ufermauer laboriert. Business as usual gibt es nur zwischen Bingen und Rüdesheim. Der Pegel Kaub dürfte Mitte der Woche auf unter 40 Zentimeter fallen. Damit wäre er nur noch 15 Zentimeter vom historischen Tiefstand 2018 entfernt. Wiesbadener Kurier (€), FRS Rheinfähren (Infos zu St. Goar / St. Goarshausen und Niederheimbach / Lorch), Fährgemeinschaft Kaub (Niedrigwasser-Infos)
Foto: Maximilian Semsch/Romantischer Rhein Tourismus GmbH (CC BY SA 4.0)
Operation gelungen, Darmverschlingung weg
Die Liste der Buga-Baustellen scheint endlos und manches hat noch nicht einmal begonnen. Aber in Bingerbrück kann man schon den ersten Haken setzen. Hier ist die berüchtigte „Darmverschlingung“, die wahrscheinlich komplizierteste Kreuzung von Rheinland-Pfalz, in gut 2-jähriger Bauzeit erfolgreich entwirrt worden. Der neu gestaltete Kreisverkehr mit dem freundlichen Namen „Rupertsberger Kreisel“ wird am Mittwochnachmittag (15. Juli) dem Verkehr übergeben. Allerdings ist es damit nicht getan – wenige 100 Meter weiter sorgt die Sanierung der Koblenzer Straße noch länger für Ampeln und Staus. Allgemeine Zeitung (€)
Zurück in die Adenauer-Zeit
Dass früher alles besser war, stimmt natürlich nicht. Aber ein Blick auf eine Mittelrhein-Speisekarte vom 16. Juli 1958 kann nostalgisch stimmen. Auf dem KD-Schiff „Drachenfels“ kostete an diesem Tag das teuerste Mittagsmenü umgerechnet 2 Euro und 30 Cent. Es bestand aus 4 Gängen: Ölsardinen auf Weißbrot, Tomatencremesuppe, Rinderschmorsteak mit Erbsen, Möhren und Kartoffelpüree sowie wahlweise Vanilleeis oder Käse. Auf einem heutigen Ausflugsschiff derselben Reederei würde die Summe nicht ganz für eine Speisenfolge aus Ketchup, Mayo und Schlagsahne reichen. Die historische Tageskarte stammt aus einer Flaschenpost, die kürzlich bei Gartenbauarbeiten am Oberweseler Rheinufer gefunden wurde. Rhein-Zeitung (€), Köln-Düsseldorfer (aktuelle Speisekarte)
Foto des Tages
Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren
Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.
