Redaktion

Königshof ist die neue Königsbach

Bier-Comeback: Das neue "Koblenzer".

Die Brauerei an der Königsbach ist geschlossen, aber die zuletzt dort produzierte Marke lebt weiter . Am 15. April kommt das „Koblenzer Pils“ zurück in den Handel, einen Monat später folgen „Koblenzer Bräu“ und ein naturtrübes Radler, alles im „Stubbi“-Fortmat. Es soll auch wieder Fassbier geben. Möglich macht das alles die Mineralwasser- und Limo-Firma Rhenser unter Leitung von Christian Berentzen. Rhenser hatte nach dem Zusammenbruch der Koblenzer Brauerei die Markenrechte übernommen. Für den guten Geschmack bürgt Berentzen mit seinem Namen: „Wir starten mit neuer Brauqualität gemeinsam in die Zukunft. Allseits zum Wohle“, lässt sich der Chef demnächst auf allen Etiketten zitieren. Berentzen macht einen klaren Schnitt. Er lässt neue „Koblenzer“ weder in Koblenz-Stolzenfels noch sonstwo am Mittelrhein herstellen, sondern 170 Kilometer weiter nördlich in der Brauerei Königshof in Krefeld. Dort ist gelungen, was in Koblenz scheiterte: Eine regionale Brauerei zu erhalten, nachdem ein Konzern sie aufgegeben hatte. In Koblenz-Stolzenfels begann der Abstieg an der Königsbach schon vor über 10 Jahren. Damals zog sich die Karlsberg-Gruppe zurück und die Rechte an der Traditionsmarke Königsbacher gingen an Bitburger über. Zurück blieb ein überdimensionierter Brauerei-Betrieb, der unter der neuen Marke „Koblenzer“ mehr schlecht als recht funktionierte, immer weniger Geld zur Verfügung hatte und zuletzt auch viele Kunden vergraulte. Jetzt ist die Brauerei an der Königsbach nur noch als Immobilienprojekt interessant. Ihre ursprüngliche Marke „Königsbacher“ wird längst in Bitburg gebraut und das „Koblenzer“ ist nun ein Krefelder. Rhenser Mineralbrunnen (Pressemitteilung), Wikipedia (über die Brauerei Königshof in Krefeld)

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