Was passiert eigentlich mit dem Bopparder Kloster Marienberg? Der österreichische Architekt und Immobilienentwickler Friedrich Ohnewein hatte das marode Anwesen 2019 übernommen und die Komplett-Sanierung vorbereitet. Am Ende sollten über 60 Eigentumswohnungen entstehen, darunter ein 190 Quadratmeter großes Penthouse. Dann kam Corona. Lieferprobleme, Fachkräftemangel und explodierende Materialkosten warfen alle Pläne über den Haufen. Aufgeben will Ohnewein trotzdem nicht. Aber ein Baubeginn 2022 ist laut „RZ“ unrealistisch. Zuerst müssen noch Vorarbeiten erledigt werden, darunter die Entrümplung des Geländes, archäologische Untersuchungen und die Vermessung der künftigen Tiefgarage. Die Geschichte des Kloster reicht bis ins Mittelalter zurück. Der heutige (Barock-)Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert, er steht seit Jahrzehnten leer. Rhein-Zeitung (€), Domicilium Marienberg (Website für die Vermarktung der Eigentumswohnungen)

Lost Place in Boppard: Kloster Marienberg 2021.

Lost Place in Boppard: Kloster Marienberg 2021.

Ein Kandidat für Rhein-Nahe

In der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe läuft sich ein weiterer Bewerber für den Bürgermeisterposten warm. Die CDU schickt voraussichtlich den Mainzer Politik-Profi Benedikt Seemann ins Rennen. Seemann ist Politikwissenschaftler und enger Mitarbeiter von CDU-Landeschef Christian Baldauf. Er war Baldaufs Büroleiter und führt seit 2021 den Leitungsstab der CDU-Landtagsfraktion. Neben seinen politischen Verbindungen kann er Auslandserfahrung vorweisen. Für die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung arbeitete Seemann 3 Jahre lang in Manila. Was ihm fehlt, sind kommunalpolitische Praxis und Basisnähe an Mittelrhein und Nahe. In der Verbandsgemeinde sei er „ein unbeschriebenes Blatt“, schreibt Jochen Werner in der „AZ“. Seemann tritt gegen den St. Goarer Stadtbürgermeister Falko Hönisch (SPD) an. Gewählt wird im November. Der amtierende VG-Chef Karl Thorn geht in den Ruhestand. Allgemeine Zeitung (€)

Dachschaden in Steeg

1,5 Millionen Euro kostet die Sanierung der evangelischen Annakirche in Steeg. Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert braucht ein neues Schieferdach. Laut „AZ“ faulen bereits die Balken. Weil die Zuschüsse von Kirche, Staat und einer Stiftung nicht ausreichen, sammelt die Kirchengemeinde Vierthäler u. a. im Internet. Allgemeine Zeitung (€), Betterplace (Spendenplattform)

Land unter auf der rechten Rheinseite

Apropos Bau: Zwischen Rüdesheim und Lorch ist erneut eine Uferwand unterspült worden. Im vergangenen Jahr hatte Hochwasser an der Baustelle verheerende Schäden angerichtet und das ohnehin schon schwierige Straßenbauprojekt weiter verzögert. Laut Landesbetrieb „Hessen Mobil“ ist es diesmal nicht ganz so schlimm. Die Behörde geht davon aus, dass die derzeitige Vollsperrung wie geplant Ende Mai aufgehoben werden kann. Wiesbadener Kurier (€)

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