Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

„Hier geht es um Essenzielles für Bacharach und den Mittelrhein“

In Bacharach organisiert sich sich Widerstand gegen den Rhein-Umbau. Laut „AZ“ lehnt der Stadtrat die geplanten Eingriffe in die Landschaft ab und sucht den Schulterschluss mit den Nachbargemeinden. Die bundeseigene Wasserstraßenverwaltung will die Fahrrinne um 20 Zentimeter vertiefen und durch neue Längs- und Querwerke in den Strömungsverlauf eingreifen. Dadurch würde u. a. die Bacharacher Insel mit dem Ufer verbunden. In der Stadt befürchtet man bei Niedrigwasser eine Art Wattenmeer zwischen Ufer und Fahrrinne, unabsehbare Folgen für Flora und Fauna und Auswirkungen auf Tourismus und Wassersport. Rhein-Nahe-Verbandsbürgermeister Karl Thorn unterstützt den Stadtrat und will helfen, andere Kommunen zu mobilisieren. Bacharach selbst hat seit der Kommunalwahl 2019 keinen eigenen Bürgermeister. Von der so genannten „Abladeoptimierung“ ist der ganze Flussabschnitt betroffen. Vor Lorch möchte die Bundesbehörde ebenfalls baggern und umbauen lassen. „Hier geht es um Essenzielles für Bacharach und den Mittelrhein“, zitiert die „AZ“ den Bacharacher Stadtrat Norbert Wagner. Auch der Zweckverband Welterbe soll eingeschaltet werden. In Bacharach bezweifelt man den wirtschaftlichen Sinn der Rheinvertiefung. Sie sei für Kohle-, Öl- und Gastransporte alten Stils ausgelegt, nicht für durchdigitalisierte Logistik der Zukunft. Es wird trotzdem nicht einfach sein, sich in Berlin Gehör zu verschaffen. Der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich schon in seiner Zeit als Minister in Mainz für die Vertiefung eingesetzt. Wenn es nach dem Bund geht, beginnen die Bauarbeiten kurz vor der Buga.  Allgemeine Zeitung (€), Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung (Infos über das Projekt)

Rheinufer bei Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Bastians Insel bei Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Warum ein Bopparder Geschirr zertrümmert

Wenn Marek Gawel im Fernsehen zu sehen ist, geht es seit einiger Zeit nicht mehr automatisch um Boppard oder um seinen Familienbetrieb „Bellevue Rheinhotel“. Gawel protestiert gegen Pandemie-Auflagen, die er und seine Kollegen unfair finden. Diese Woche war er bei einem Dehoga-Happening in Mainz zu sehen. Wirte und Hoteliers zerdepperten dort demonstrativ Geschirr, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Den zur Rede gestellten Gesundheitsminister Clemens Hoch beeindruckte es wenig, er will die umstrittene 2-Plus-Regel in der Gastronomie frühestens im Januar überdenken. Den rheinland-pfälzischen Wirten bricht das Geschäft weg, weil die Testpflicht für Geimpfte und Genesende viele Gäste abschreckt. Nur Geboosterte dürfen auch so rein. In Hessen dagegen brauchen Geimpfte grundsätzlich keinen Test. SWR (mit Video)

Sägenhaft schönes Mittelrheintal

Falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für Ihre Partnerin suchen und nicht mehr zum Juwelier kommen: Daisy Liebau-Plath von der VG Rhein-Nahe und der Oberheimbacher Revierförster Joachim Jacobs hätte da eine Alternative. Die beiden bieten einen Motorsägenkurs für Frauen an und sorgen auf Wunsch für den passenden Gutschein. Rhein-Nahe-Aktuell

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  1. Zukunft ?

    Du stakst
    durch Sumpf
    und Seichtgewässer
    brütende Hitze
    Schnaken stechen
    veralgt alles
    sticht Fäulnisgas
    in die Nase
    Mondlandschaft alles
    vor blechernen Wänden
    dahinter der Strom
    vertieft zum Kanal

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