Die Rettung des Bopparder Heilig-Geist-Krankenhauses bedeutet nicht, dass alles so bleibt wie es immer war. Seit dem 1. Juli muss der Standort ohne Chirurgie, ohne zentrale Notaufnahme und ohne Intensivstation auskommen. Laut „RZ“ konzentriert man sich auf die Bereiche Geriatrie, Innere Medizin, Psychosomatik, Wundmedizin und Plastische Chirurgie. Hier verfüge Boppard „über jahrzehntelange Erfahrung und hohe fachliche Kompetenz“, zitiert die Zeitung den Klinikbetreiber GKM. Für kleinere Notfälle gibt es weiterhin eine Rund-um-die-Uhr-Ambulanz und für Patienten mir erhöhtem Betreuungsbedarf eine so genannte IMC-Einheit, ein Kompromiss aus Intensiv- und regulärer Station. Die neue Struktur gehört zum „Regioklinik“-Konzept der GKM-Gruppe. Nur so war der Erhalt des traditionsreichen Heilig-Geist-Hospitals möglich. Die Spezialisierung kleinerer Krankenhäuser hat nicht nur wirtschaftliche Gründe. Bei lebensbedrohlichen Notfällen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall landet man als Patient besser in größeren Kliniken mit Komplettausstattung – selbst dann, wenn der Weg etwas länger ist. Rhein-Zeitung (€)
Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow
Bankenfusion auf der rechten Rheinseite
Zwischen Rüdesheim und Lahnstein gibt es bald nur noch eine einzige genossenschaftliche Bank, die neue „Volksbank Rheingau-Lahn-Limburg“. Sie entsteht aus der Fusion der Rheingauer Volksbank mit der VR Rhein-Lahn-Limburg und der winzigen Raiffeisenbank Niederwallmenach (4 Mitarbeiter). Die neue Macht auf der rechten Rheinseite betreibt Geschäftsstellen in Rüdesheim, Lorch, St. Goarshausen, Braubach und Lahnstein,. außerdem gibt an kleineren Orten „mobile Filialen“ und Automaten, z. B. in Kaub und Kamp-Bornhofen. Gegenüber auf der linken Rheinseite dominiert die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück mit Filialen in Bacharach, Oberwesel, Boppard und Rhens. Bingen gehört zum Bereich der Volksbank Darmstadt-Mainz, Koblenz zum Gebiet der „VR RheinAhrEifel“ (Eigenschreibweise). VB Rhein-Lahn-Limburg (Pressemitteilung)
Mit heißer Nadel
Kaffee und Kuchen auf irgendeinem Ausflugsschiff kann jeder, aber eine „Strickschifffahrt“ mit einem über 100 Jahre alten Schaufelraddampfer gibt’s nur am Mittelrhein. Die Idee von Welterbe-Touristikerin Claudia Schwarz wirkte bei den tropischen Temperaturen des vergangenen Wochenendes noch schräger. Laut SWR war die Premiere auf der „MS Goethe“ trotzdem – oder gerade deswegen – ein riesiger Erfolg. Für den Herbst ist eine Fortsetzung geplant. Die erste Strick-Tour war in kürzester Zeit ausgebucht. SWR (Video)
(Bewegt-)Bild des Tages
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