Insider denken beim Wort „Kauber Zug“ nicht an die Deutsche Bahn, sondern an eine wertvolle Schieferformation zu beiden Seiten des Mittelrheins. Rund um Kaub wurde jahrhundertelang in Dutzenden von Stollen gebuddelt. Die größte Grube, der Wilhelm-Erbstollen, war bis 1972 in Betrieb und 1980 schloss die letzte rechtsrheinische Schiefergrube Kreuzberg-Wilhelmsberg bei Weisel. Im Revier des „Kauber Zugs“ gibt es nur noch die Grube Rhein zwischen Bacharach und Oberwesel. In Zukunft erinnert ein Museum an die Kauber Bergbautradition. Der Verein „Kauber Schiefer“ eröffnet am Freitag (25. November) in der Metzgergasse 13. Treibende Kräfte sind der frühere Ludwigshafener Gymnasialdirektor Wilfried Radloff – Sohn eines Kauber Steigers – und Hauseigentümer Rolf Klenk. Rhein-Zeitung (€), Facebook (Kauber Schiefer)

Lost Place mit großer Vergangenheit: Der "Wilhelm-Erbstollen" war die wichtigste Schiefergrube in Kaub. Foto: Kauber Schiefer e.V.

Lost Place mit großer Vergangenheit: Der „Wilhelm-Erbstollen“ war die wichtigste Schiefergrube in Kaub. Foto: Kauber Schiefer e.V.

Mein Stollen hat 3 Ecken

Wo wir gerade beim Stollen sind: Ab dem ersten Advent gibt es in Bingen wieder das „Rochusberger Dach“. Der Christstollen mit der charakteristischen Dreiecksform wird jedes Jahr von der Rochusbruderschaft gebacken. 1 Kilo Binger Hüftgold kosten 18 Euro. Die legendär leckere Kalorienbombe mit Amarena-Kirsche und Walnüssen gibt es u. a. bei Optik Novak in der Rathausstraße und nebenan bei Blumen Uihlein. Allgemeine Zeitung (€)

Kirsche von unten

Die Binger Rochusbruderschaft wäre übrigens nicht auf Amarena angewiesen, wenn es mehr Mittelrhein-Kirschen gäbe. Wer einen oder mehrere Bäume mit Sorten wie „Bopparder Krächer“ oder „Königliche Amarelle“ pflanzen möchte: Am 2. Dezember bieten der Zweckverband Welterbe und die Baumschule Neuenfels aus Königswinter wieder Kirschbäume in St. Goar und St. Goarshausen an. Weitere Infos und Vorbestellungen über Nico Melchior (n.melchior@zv-welterbe.de). Zweckverband Welterbe

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