Weniger wäre auf der Loreley manchmal mehr, findet Bühnenpächter Ulrich Lautenschläger. In einem Interview mit der „Rhein-Zeitung“ kritisiert er die Neugestaltung des Plateaus. Dort habe man “ zu viel versucht, zu modern zu werden“ und „Entscheidungen Planern überlassen, die den Felsen und die Bühne nicht wirklich verstanden haben.“ Zukünftigen Loreley-Designern legt Lautenschlägern das fernöstliche Feng-Shui-Prinzip ans Herz – „eine Lehre, die den Ort, seine Energie und seine natürliche Struktur respektiert. “ In den Landschaftspark mit „Mythoshalle“, „gläsernem Felsen“ und künstlicher Felsspalte sind in den vergangenen elf Jahren über 20 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln geflossen, kommunale Gelder noch nicht eingerechnet. Bei der rheinland-pfälzischen Straßenbauverwaltung („Landesbetrieb Mobilität“) schließt man nicht aus, dass die Bauarbeiten auf der Plateau zur Instabilität des Felsens beigetragen haben. Die Behörde lässt gerade lockeres Gestein aus der Steilwand holen. Wegen der komplizierten Sicherungsarbeiten ist die Bundesstraße zwischen Kaub und St. Goarshausen bis auf Weiteres komplett gesperrt. Rhein-Zeitung (€)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH/CC BY 4.0
Im Wanderwunderland
Vielleicht ist es schöner, auf die Loreley zu gucken, als sie zu betreten. Die Wanderwege auf der linken Rheinseite machen es möglich. Ein Artikel in der Rhein-Hunsrück-Ausgaber der „Rhein-Zeitung“ beschreibt das wachsende Angebot rund um St. Goar und das Engagement der zuständigen Tourist-Info Hunsrück-Mittelrhein unter Leitung von Thomas Biersch. Vom 3 Kilometer kurzen Rundweg „St. Goarer Stadtansichten“ bis zu hoch dekorierten „Traumschleife Mittelrhein“ ist alles dabei. Im kommenden Jahr will Biersch einen weiteren Wanderweg zertifizieren lassen, den „Welterbesteig“ von Bingen bis Koblenz. Rhein-Zeitung (€), VG Hunsrück-Mittelrhein (Premium-Wanderwege)
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Bitte nicht stören
Es war schon einmal ruhiger im Binger Wald. Momentan ist Brunftzeit und das bedeutet: Liebestolle Hirsche sind unterwegs und versuchen, mit unverwechselbarem Sound zu imponieren. Wer die röhrenden Kraftprotze aus der Nähe sehen und hören will, findet sicher gute Videos auf YouTube. Tief im heimischen Wald danach zu suchen, ist keine gute Idee. Der Binger Förster Maximilian Roffhack bittet Spaziergänger, auf den markierten Wegen zu bleiben, Hunde anzuleinen und die Tiere vor allem in der Dämmerung in Ruhe zu lassen. Besser sei es, so heißt es in der „AZ“, mittags zu wandern und in eines der Ausflugslokale einzukehren. Allgemeine Zeitung (€)
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