Bauingenieure und Geologen grübeln weiter über die Instabilität der Loreley. „Ich muss sagen, dass selbst erfahrene Kollegen über die Größe der nun abgegangenen Kubaturen überrascht waren“, zitiert die „Rhein-Zeitung“ Cornelia Reichwein vom Landesbetrieb Mobilität. Mit „Kubaturen“ ist die Gesteinsmasse gemeint, die Ende August auf die Bundesstraße donnerte. Reichwein koordiniert die Sicherungsarbeiten am Felsen. Sie glaubt nicht an einen alleinigen Grund für den Felssturz. Der Klimawandel mit heftigerem Starkregen und abrupteren Wechsel von Frost- und Tau-Perioden spiele sicher eine Rolle, heißt es im Artikel. Die Loreley-Expertin hält aber auch einen Zusammenhang mit dem Landschaftspark für möglich. In den vergangenen Jahren gab es auf dem Plateau aufwendige Bauarbeiten. Das seien – O-Ton – „Erschütterungen, die sich im Fels ausbreiten“. Wegen der unaufschiebbaren Sanierungsarbeiten im Fels ist die Bundesstraße zwischen Kaub und St. Goarshausen seit Ende September blockiert. Nach der Hangsicherung startet der lange geplante Neubau des Radwegs, darum dürfte der Verkehr auch 2027 und 2028 nicht fließen. Reichweins Botschaft in der „RZ“ ist deutlich: „Die Straße wird jetzt sehr lange gesperrt sein. Darauf kann man sich schon einstellen“. Rhein-Zeitung (€)
Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein
Werbung: Erleuchtung in Oberwesel

Foto des Tages
Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren
Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.
