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Buga-Wasser für Bingen und Unternehmungslust in Espenschied

Park am Mäuseturm. Foto: Torsten Silz / Stadt Bingen

Die Bundesgartenschau soll Bingen von einem Dauerproblem befreien: dem chronischen Wassermangel im Park am Mäuseturm. Dort fällt regelmäßig die Versorgung des prestigeträchtigen Wasserspielplatzes aus, entweder mangels Nachschub aus der Nahe oder weil die Qualität nicht stimmt. Jetzt finanziert die Buga eine rund 500.000 Euro teure Filteranlage inklusive 200 Kubikmeter großem Wasserreservoir. Der Vorrat reicht laut „AZ“ für 40 Tage. Insgesamt fließen über 1,5 Buga-Million in den Bingerbrücker Park. Allgemeine Zeitung (€)
Foto: Torsten Silz / Stadt Bingen

Der unternehmungslustigste Rentner von Espenschied

Alfred Keschtges, 78, könnte es sich überall auf der Welt gut gehen lassen. Der Ingenieur und Unternehmensgründer (Inveniogroup AG) dürfte genug Geld für Lugano oder Los Angeles haben, aber er bevorzugt den Lorcher Höhenort Espenschied. In seiner Wahlheimat hat er gerade die (Wieder-)Eröffnung des Hotels Hansenberg ermöglicht. Keschtges hält im im Ort bereits die „Dorfschänke“ am Laufen. Der späte Ausflug in die Gastronomie war nicht geplant: Laut „Wiesbadener Kurier“ ließ sich der jahrzehntelange Espenschied-Fan von Ortsvorsteher Heiner Bastian überreden, etwas für das Dorfleben zu tun. Wiesbadener Kurier (€)

100.000 Becher für die Loreley

Ein Artikel in der „Rhein-Zeitung“ vermittelt einen Eindruck davon, was rund um die Konzerte auf der Loreley bewegt wird. Demnach sorgen pro Abend bis zu 600 Menschen und 300 Tonnen Technik für das bestmögliche Loreley -Erlebnis. Manchmal rollen 18 Trucks an, externe Lieferanten noch nicht eingerechnet. Pro Auftritt sind durchschnittlich 10 bis 15 Sanitätseinsätze nötig. „Glücklicherweise sind nur ganz selten und ganz wenige schwierigere Fälle dabei“, zitiert die Zeitung Bühnenpächter Ulrich Lautenschläger. Enorme Mengen von Getränkebechern garantieren die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit – pro Saison gehen etwa 100.000 weg. Zu den größten Herausforderungen zählt das nächtliche Aufräumen direkt nach der Show. Meistens schafft es das Team in weniger als 5 Stunden, damit im Morgengrauen wieder alles blitzblank ist. Rhein-Zeitung (€) (€)


Werbung: Rheinleuchten startet am 8. Oktober

Oberwesel geht ein Licht auf. Genauer gesagt: vier. Vom 8. bis 11. Oktober verwandelt das Lichtkunstfestival rheinleuchten die Stadt der Türme in eine nächtliche Bühne. Gespielt wird an vier Orten – in der Liebfrauenkirche, im Klostergarten, im Stadtmauergarten und an St. Martin.

Verantwortlich für die Inszenierung ist das Künstlerkollektiv eastside lights.media. Es hat eine „Route des Lichts“ entworfen, die sich an den vier Elementen entlanghangelt. In der Liebfrauenkirche ist die Luft dran, das Unsichtbare schlechthin, und das Licht wird zum Echo einer höheren Wirklichkeit. Im Klostergarten erinnert das Feuer an die Zerstörung des Minoritenklosters. Im Stadtmauergarten übernimmt der Rhein die Rolle des Wassers und erzählt eine Liebesgeschichte über Bewegung und Verbundenheit. Und an St. Martin, wo Kirche und Wachturm seit Jahrhunderten fest im Boden stehen, wird die Erde zum Resonanzraum zwischen Gestern und Heute.

Los geht es jeweils mit Einbruch der Dunkelheit, Schluss ist um Mitternacht. Wer die ganze Runde dreht, sollte 90 bis 120 Minuten einplanen und festes Schuhwerk mitbringen: Barrierefrei ist die Route nicht durchgehend. Durst muss niemand leiden – im Klostergarten und an St. Martin schenkt die Westerwald-Brauerei aus.

Auch das Rheintal stellt sich auf die späten Gäste ein. Die Loreley-Fähre der FRS fährt länger als üblich, donnerstags und sonntags bis 23 Uhr, freitags und samstags bis Mitternacht. Wer von der rechten Rheinseite kommt, muss also nicht vor dem letzten Lichtspiel zum Anleger hetzen. Parken lässt sich am Bahnhof, auf dem Schulhof der Realschule plus und entlang der B9. Der Veranstalter empfiehlt trotzdem Bus und Bahn – nicht ganz ohne Grund, wenn man den Parkdruck in Oberwesel kennt.

Eine Abendkasse gibt es nicht. Tickets werden vorab für einen festen Einlass-Slot gebucht, danach kann man sich bis Mitternacht frei auf der Route bewegen. Wer sich spontan entscheidet, kann aber auch noch kurzfristig online buchen.

Veranstalter ist der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Info
rheinleuchten, 8. bis 11. Oktober 2026, Oberwesel, von Einbruch der Dunkelheit bis 24 Uhr
Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 6 Euro (Kinder bis 18, Schüler und Studierende, Menschen mit Behinderung), Familien 18 Euro (2 Erwachsene, 2 Kinder)
Vorverkauf: www.rhein-leuchten.de, Tourist-Information Oberwesel, Kulturhaus Oberwesel


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