Nach dem Tod von Buga-Geschäftsführer Berthold Stückle wollen die zuständigen Gremien „schnellstmöglich“ die Nachfolge regeln. Das teilte die Buga-2029-GmbH auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Stückle war alleiniger Geschäftsführer, sein Posten darf schon aus rechtlichen Gründen nicht unbesetzt bleiben. Die Entscheidung dürfte beim Zweckverband Welterbe fallen, dem Zusammenschluss aller Kommunen und der beiden Bundesländer am Oberen Mittelrhein. Er hält zwei Drittel der Anteile, der Rest gehört der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft in Bonn. Beim Zweckverband bahnt sich allerdings gerade ein Wechsel an der Spitze an, denn Vorsteher Frank Puchtler, der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, zieht sich aus der Politik zurück. Er tritt bei den Landratswahlen im März nicht mehr an. Traditionsgemäß wird das Amt des Verbandsvorstehers von einem der Landräte am Mittelrhein ausgeübt. In Frage kämen Puchtlers Nachfolger im Rhein-Lahn-Kreis oder der gerade neu gewählte Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Volker Boch.

Berthold Stückle war seit Anfang 2021 Buga-Geschäftsführer.

Berthold Stückle war seit Anfang 2021 Buga-Geschäftsführer. Foto: Herbert Piel

Berthold Stückle war in der Nacht zum Montag nach kurzer Krankheit gestorben. Die Nachricht traf auch Insider wie ein Schock. RLP-Innenminister Roger Lewentz und die rheinland-pfälzische Buga-Beauftragte Nicole Steingaß zeigten sich ‚“zutiefst traurig.“ Lewentz hatte schon bei der Koblenzer Buga 2011 mit Stückle zusammengearbeitet. „Berthold Stückle wird mit seiner Erfahrung und seinem Ideenschatz sehr fehlen“, sagte er. Buga-Aufsichrsratschef Thomas Metz sprach vom „Verlust eines wertvollen Menschen und Freundes.“ Auch er kannte ihn schon aus Koblenzer Zeit. Stückle hatte die Buga dort als Technischer Leiter mit zum Erfolg geführt.

Berthold Stückle war erst seit gut einem Jahr Buga-Geschäftsführer am Mittelrhein. In dieser Zeit fielen bereits wichtige Entscheidungen, vor allem die Auswahl der Schwerpunkte mit Lahnstein als besonders stark geförderter Kommune. Stückle sorgte außerdem für eine Buga-Zentrale mitten im Tal, das ehemalige VG-Rathaus in Oberwesel. Derzeit ist die GmbH noch in den Räumen der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz in der Mainzer Innenstadt untergebracht. Zeit Online (dpa-Meldung), Buga-Blog

Was wird aus dem Bopparder Krankenhaus?

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Bopparder Heilig-Geist-Krankenhaus ist nicht gefährdet. Aber es sieht nach Privatisierung aus. Boppard gehört zum Klinikverbund „Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein“ (GKM), einer Gruppe von 5 Krankenhäusern mit Kommunen oder Stiftungen im Hintergrund. Das größte ist die Kemperhof-Klinik in Koblenz. Weil die GKM die notwendigen Investitionen allen nicht mehr stemmen kann, ist bereits der Sana-Konzern mit Sitz in Ismaning bei München an Bord. Sana kümmert sich um das Management und könnte laut „RZ“ auch die Mehrheit am GKM übernehmen. Rhein-Zeitung (€)

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