Kuno Pieroth gilt als Krösus von Bingen. Der Mitgründer des Weinhandelskonzerns WIV (heute Pieroth Wein AG) hat gemeinsam mit seinem Bruder Elmar ein Familienvermögen aufgebaut, das das „Manager Magazin“ auf etwa 300 Millionen Euro taxiert. Für die Stadt ist Pieroth aber nicht nur als Steuerzahler ein Segen. Er investiert viel Geld und Herzblut in moderne Kunst, hat eine Kulturstiftung finanziert und ermöglicht alle 3 Jahre eine große Skulpturen-Ausstellung am Rheinufer. 2020 schaffte die Binger Triennale einen Rekord: Laut „AZ“ kamen zwischen Frühjahr und Herbst über eine Million Besucher. Damit wäre die Kunst-Schau eine der größten Attraktionen am Mittelrhein. Zum Vergleich: Die Festung Ehrenbreitstein, spätestens seit der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz eine der touristischen Hotspots der Region, zählt pro Jahr rund 700.000 Menschen. Allgemeine Zeitung, skulpturen-bingen.de

"Auf der Sonnenseite": Biennale-Skulptur von Moritz Götze. Foto: David von Becker.

„Auf der Sonnenseite“: Biennale-Skulptur von Moritz Götze. Foto: David von Becker.

Die Loreley-Kliniken und die Liquidität

Vor dem Koblenzer Arbeitsgericht sind vergangene Woche weitere Kündigungsschutzprozesse rund um die Loreley-Kliniken verhandelt worden. Laut „RZ“ einigten sich der kirchlich-kommunale Klinikbetreiber in 10 von 11 Fällen auf eine Abfindung. Eine weitere Mitarbeiterin kämpft noch um die Anerkennung von Berufsjahren. Laut „RZ“ ließ der Krankenhausträger durchblicken, dass er nicht alle Abfindungen auf einen Schlag zahlen kann. „Das ist eine Frage der Liquidität“, zitiert die Zeitung Klinik-Anwalt Markus Schmülling. Einige Mitarbeiter sehen demnach erst im Frühjahr Geld. Mit der Schließung der Krankenhäuser in St. Goar und Oberwesel sind Ende September mehrere 100 Arbeitsplätze weggefallen. In der neuen Tagesklinik wird nur ein Bruchteil der Belegschaft gebraucht. In Koblenz sind Dutzende von Klagen anhängig. Rhein-Zeitung

Freifahrt nach Kaub

Für staatliche Verkehrsplaner existieren die 5 Rheinfähren im Oberen Mittelrheintal eigentlich gar nicht. Sie sind ohne Brücke zwar unentbehrlich, aber rein privat finanziert und nicht Teil des öffentlichen Nachverkehrs. Manchmal geht aber doch etwas. Zum Beispiel in Kaub, wo die Fähre von Henk Erlenbach jetzt zum Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) gehört. Das VRM-Ticket gilt allerdings nur für einzelne Fahrgäste, nicht für Autos. Boppard und St. Goar machen schon länger beim VRM mit. Rhein-Zeitung

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