In Rüdesheim droht die Sanierung der Brömserburg aus dem Ruder zu laufen. Laut „Wiesbadener Kurier“ brauchen die privaten Eigentümer 7 Millionen Euro, um das mittelalterliche Gemäuer in Stand zu setzen. Das Geld soll aus öffentlichen Kassen kommen; man hofft auf das Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus 2021“.  Dazu ist ein Antrag der Stadt Rüdesheim erforderlich, die mindestens 10 Prozent der Summe selbst aufbringen muss und selbst nicht weiß, woher.

Die Brömserburg soll zur "Burg 4.0" werden. Foto: Bernhard Leimbrock.

Die Brömserburg sollte zur „Burg 4.0“ werden. Foto: Bernhard Leimbrock.

Die Stadt hatte die Brömserburg 2018 nach einer Ausschreibung für 50 Jahre an ein Konsortium von 5 Rheingauer Ehepaaren übertragen. Die frischgebackenen Erbpächter kündigten damals eine Sanierung und Wiedereröffnung im Handumdrehen an. 2019 sollte das Erdgeschoss „grundinstandgesetzt“ werden und ein multimedialer Museumsbetrieb starten, für 2020 war die Sanierung weiterer Stockwerke geplant. Das so genannte „Bürgerkonsortium“ kalkulierte mit 2,2 Millionen Euro. „Die Finanzierung soll über die Gewinnung von weiteren Gesellschaftern und Sponsoren herbeigeführt werden. Auch würden öffentliche Förderprogramme in der Denkmal-  und Kulturpflege angezapft“, hieß es. Tatsächlich reichte das Geld nicht annähernd. Die Burg blieb geschlossen, die Besitzer eröffneten an den Wochenenden stattdessen eine Gartenwirtschaft. Mit den 7 Millionen aus dem Förderprogramm sollen u. a. ein Aufzug installiert und ein Dachgarten angelegt werden. Ob das Geld wirklich fließt, ist fraglich. Am kommenden Mittwoch ist eine Sondersitzung des Rüdesheimer Kommunalparlaments angesetzt. Wiesbadener Kurier, broemserburg.de (Website der Burg-Besitzer), frankfurt-live.com (Brömserburg-Pläne 2018)

Medizin-Tourismus in Oberwesel

In Oberwesel regen sich leise Hoffnungen auf ein Leben nach dem Krankenhaus-Tod. Der neue „Gesundheitscampus“ hat seine Arbeit aufgenommen; dort werden die ersten Patienten behandelt. Der Campus ist als als Tagesklinik angelegt, Chefarzt ist der bisherige St. Goarer Krankenhaus-Orthopäde Franz-Walter Ferdinand.  Laut Campus-Geschäftsführer Ingo Jakschies  könnte das Konzept eine Chance für die Hotellerie am Mittelrhein sein: Der Klinik-Profi rechnet mit Patienten, die während der Therapie in der Stadt absteigen. Es gibt sogar Überlegungen für ein eigenes Klinik-Hotel. „RZ“-Redakteurin Denise Bergfeld hat Jakschies interviewt. Rhein-Zeitung

Was Deutsche über den Mittelrhein denken

Eine repräsentative Umfrage der Tourismusberatung IFT zeigt, woran der Mittelrhein ist. Demnach verbindet man mit dem Welterbe-Tal zwar positive Begriffe wie „einzigartig“, „romantisch“ oder „sympathisch“, aber auch „altmodisch“, „wenig innovativ“ und keinesfalls „jung“. Über zwei Drittel der Befragten glauben, dass die Bundesgartenschau 2029 die Region interessanter macht. 72 Prozent können sich vorstellen, die Buga zu besuchen. Die Marktforscher hatten im Auftrag der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz 1127 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt. Wiesbadener Kurier

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