Statistisch gesehen kommt in Boppard eine Taube auf rund 100 Einwohner. Keine große Sache, möchte man meinen, aber die Tiere zieht es bevorzugt in die Bopparder Innenstadt, und dort nerven sie. Ein kleiner Bopparder Verein will das Problem jetzt lösen. Die „Stadttaubenhilfe Boppard“ um Lothar und Petra Engel setzt anders als der Wiener Schmäh nicht auf „Tauben vergiften im Park“, sondern auf Neutralisierung durch Konsum und Komfort: Die Tauben bekommen bestens ausgestattete Unterkünfte am Bopparder Marktplatz. Einmal an die kommunalen Futtertröge gewöhnt, verlassen sie kaum noch ihren Schlag. Selbst die Fortpflanzung wird dezent heruntergeregelt. Laut „RZ“ tauscht der Verein Taubeneier im Nest durch Gipsattrappen aus. In Koblenz und Montaubaur hat die Methode funktioniert.

Blick auf Boppard. Foto: Friedrich Gier / Romsntischer Rhein Tourismus

Der einzige Haken ist der Arbeitsaufwand. Ehrenamtliche Tierschützer werden die Taubenschläge regelmäßig reinigen und Futter nachlegen. Der Bopparder Stadtrat ist einverstanden und prüft den Standort. Zur Wahl stehen das Toilettendach am Marktplatz oder der Dachstuhl des Alten Rathauses. Rhein-Zeitung (€), Stadttaubenhilfe Boppard

Schauplätze der Welterbe-Literatur

Wer schon immer mal in den Roten Turm in Oberwesel wollte: Am Freitag (7. Oktober) ist die vielleicht beste Gelegenheit. Mittelrheingold-Autorin Mareike Knevels liest dort aus ihrem Buch „„Zwischen Riesling, Tahini und Pixeln“ Geschichten und Reportagen über Menschen am Mittelrhein. Es geht um Alteingesessene, Weggezogene, Zurückgekommene, Zugezogene und Geflüchtete. Einlass ist ab 18 Uhr. Für den Ticketpreis von 7,50 gibt’s nicht nur Welterbe-Literatur von Mareike und Einblicke in den Roten Turm der Familie Höhn, sondern auch Wein und Leckereien. Wir sind schließlich am Mittelrhein. Buga-Blog

Lesung in Oberwesel: Burgenbloggerin stellt Buch im Roten Turm vor

 

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