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Was bringt der Tourismus?

Kaub am Rhein. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Das Münchner Beratungsunternehmen DWIF hat den Tourismus im Mittelrheintal vermessen. Das Ergebnis: Es ist ein wachsendes Milliardengeschäft. Allein 2023 sorgten die Gäste für rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz – das sind 31 Prozent mehr im Jahr 2014. Die Inflation stieg im selben Zeitraum nur um 18,4 Prozent. Das meiste Geld floss in Unterkünfte und Lokale, hier ließen Übernachtungs- und Tagesgästen im Jahr 2023 fast 600 Millionen Euro. So weit, so erwartbar. Aber auch der Einzelhandel profitiert vom Tourismus. Seine Umsätze summierten sich auf rund 530 Millionen Euro. Weitere 275 Mio gaben die Gäste für Dienstleistungen aus. Von der Mittelrhein-Branche Nr. 1 profitiert auch die öffentliche Hand. Nach den Berechnungen der Marktforscher sorgt das Tourismus-Geschäft für fast 130 Millionen Euro Einkommens- und Mehrwertsteuer. Nicht eingerechnet sind Grundsteuer, Gewerbesteuer und weitere Abgaben. Vom Tourismus leben am Mittelrhein rund 22.000 Menschen. Die Studie entstand im Auftrag der Tourismusorganisation Romantischer Rhein. Sie umfasst nicht nur das Welterbegebiet, sondern auch das Untere Mittelrheintal bis zur nordrhein-westfälischen Landesgrenze. Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz (Studie)
Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Die 1,5-Millionen-Euro-Frage

Der Zweckverband Welterbe will 1,5 Millionen Euro für Kulturprojekte ins Mittelrheintal holen. Das Geld gehört zum Bundesprogramm „Aller.Land“, das vor – O-Ton – „Kultur, Beteiligung und Demokratie“ in ländlichen Regionen fördert Die Entscheidung trifft eine Jury unter Vorsitz der Berliner Kuratorin und Kulturmanagerin Hortensia Völckers. Sollte das Mittelrheintal zu den Gewinnern gehören, würde das Geld vor allem in Angebote für jüngere Menschen fließen. Der Zweckverband könnte sich auch wieder Hoffnungen auf ein eigenes Kulturmanagement machen. Die fehlende Stelle gilt als Grund für die Absage des Bacharacher Theaterfestivals „An den Ufern der Poesie“ in diesem Jahr. Rhein-Zeitung (€), Aller.Land (über das Programm)

Frühlingsgefühle in Filsen

Apropos Zweckverband Oberes Mittelrheintal. Das Welterbe-Team organisiert auch in diesem Jahr das „Kirschblüten-Picknick“ in den Streuobstwiesen bei Filsen. Partner sind die Ortsgemeinde und der Heimatverein Filsen. Wer sich wie in Japan unter blühenden Kirschbäumen niederlassen und sich nebenbei über die legendäre Mittelrheinkirsche informieren möchte: Am Sonntag, dem 13. April ab 13 Uhr die Gelegenheit. Zum Angebot gehörten Live-Musik, Kirschpflanzen für daheim und natürlich Fruchtiges aus Nachbars Kirschgarten. Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal

Bornich und Weisel sind wieder drin

Die Telekommunikationsfirma Deutsche Glasfaser muss in den rechtsrheinischen Höhenorten Bornich und Weisel gerade einiges erklären. Sie hat beide Höhenorte und ihre rund 2.000 Einwohner eine Woche lang vom Internet abgeschnitten. Grund dafür war eine offene Stromrechnung. Offenbar fühlte sich im Unternehmen mit Sitz in NRW niemand dafür zuständig, die Energieversorgung für die Verteilerkästen zu bezahlen und auf die Mahnungen des Stromanbieters Süwag zu reagieren. Der klemmte schließlich den Saft ab, ohne die Ortsgemeinden zu informieren – laut SWR hielt man es für normale Hausanschlüsse und nicht für kritische Infrastruktur. Eine TV-Reportage schildert den bizarren Fall. SWR (Video)

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