Es gibt einiges, was Rhens nicht ist: Nicht nicht so lebhaft wie Boppard, nicht so malerisch wie Bacharach, nicht so vielseitig wie Lahnstein. Touristisch spielt die Stadt kaum eine Rolle. Aber sie bietet eine Kombination von Dingen, die es am Mittelrhein sonst nur einzeln gibt: Fachwerk-Idylle im Ortskern, direkten Zugang zum Wasser und 6 Bahnminuten zum Koblenzer Hauptbahnhof. Das Bopparder Planungsbüro Stadt Land Plus untersucht das Rhens-Potenzial gerade und zeigt sich trotz einiger Problemzonen angetan. „Rhens ist authentisch, es ist eine Stadt, in der gewohnt wird. Sozusagen das private Kaminzimmer am Rhein, abseits des Massentourismus“, zitiert die „RZ“ Raumplaner Norman Kratz. Die Zeitung listet mehrere Orte in Rhens auf, wo noch mehr möglich wäre, z. B. am Rheinufer. Ein Sorgenkind bleibt das traditionsreiche Hotel Königstuhl, das seit Jahren leer steht. Rhein-Zeitung (€)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH / CC BY 4.0
Die Buga-Pläne für Lahnstein
In Lahnstein hat der Berliner Landschaftsarchitekt Christof Geskes Einblicke in seine Buga-Pläne gegeben. Entlang des Rheins entstehen 3 Grün -und Erholungsflächen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Ein klassisch gestaltetes Areal am Martinsschloss inklusive Wasserspiel („Historisch war dieser Abschnitt eine richtige Prunkpromenade“), ein eher urbaner Abschnitt an der Hafenmole („Das besondere Industrieambiente im Schatten des Hafens ist ein cooler Ort, der sicher gerade von jungen Menschen gut angenommen wird“) und rheinabwärts in Niederlahnstein ein Spiel- und Sport-Gelände mit Stadtstrand. Geskes will sich außerdem den Bahnhofsvorplatz in Oberlahnstein vornehmen. O-Ton: „Hier entsteht ein grüner Stadtplatz, der für die Stadt eine echte Perle werden könnte.“ Es kann nur besser werden – in der „RZ“ wird der jetzige Zustand als „Schandfleck aus Beton und Parkplätzen“ beschrieben. Rhein-Zeitung (€), Geskes Hack (Website des Planungsbüros)
Dolce Vita in Bingen
Auf dem Wasser ist Tobias Völker schon eine Macht . Der Binger Unternehmer („Rheintastisch“) bildet Freizeitkapitäne aus, vermietet Motorboote und versorgt Wassersportler mit SUP-Boards und dem nötigen Know-how. Jetzt kümmert er sich auch um die italienischen Gefühle am Mittelrhein. Laut „AZ“ hat Völker ein Dutzend Motorroller im Vespa-Stil angeschafft. Völkers neuer Moped-Verleih ist bei „Bauer Schorsch“ am Campingplatz Kempten angesiedelt. Allgemeine Zeitung (€)
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