Redaktion

Oberwesel und St. Goar haben Glück im Unglück

Die Waldbesitzer am Mittelrhein hatten in den vergangenen Jahren wenig zu lachen, aber jetzt profitieren sie immerhin von der heftigen Nachfrage nach Holz. Laut „RZ“ machte die Stadt Oberwesel 2021 mit ihrem Wald ein Plus von 300.000 Euro. Nebenan in St. Goar strich die Stadt 70.000 Euro ein. Beide Kommunen rechnen auch in diesem Jahr mit Gewinnen. Zum Überschuss aus dem Holzverkauf kommen noch Pachteinnahmen aus der Jagd und der Windenergie. 2022 wird aber deutlich weniger übrigbleiben: Wegen der Borkenkäferplage musste im vergangenen Jahr weit mehr abgeholzt werden als geplant. Allein an der Kupperswiese bei Niederburg starben im Sommer innerhalb von 3 Wochen rund 6 Hektar Fichtenwald ab. Zum Glück im Unglück kam das Holz auf den Markt, als der Preis pro Festmeter auf einen Rekordpreis gestiegen war.  Jetzt wird an der Kupperswiese wieder aufgeforstet. Anstelle der anfälligen Fichten setzt Revierförster Erhard Weide auf einen Mix aus Weißtanne, Kiefer, Lärche, Douglasie, Eiche, Linde, Ahorn, Elsbeere und Buche. Rhein-Zeitung

Mittelrhein bei St. Goar. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow
Mittelrhein bei St. Goar. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Die Krankenhäuser und der Kommerz

Das Bopparder Krankenhaus und seine Schwesterkliniken könnten im Sommer privatisiert werden. Laut SWR hofft der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner auf den Einstieg des Sana-Konzerns in das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM), das neben Boppard noch vier weitere Krankenhäuser in Koblenz, Mayen und Nastätten umfasst. Eigentümer sind die Stadt Koblenz, der Landkreis Mayen-Koblenz und mehreren Stiftungen, darunter die traditionsreiche Bopparder Hospitalstiftung. Sana soll frisches Geld in die Krankenhäuser pumpen. Der Konzern mit Sitz in Ismaning bei München ist bereits mit dem Management des GKM beauftragt. SWR

Lahnstein und die Kirchenkrise

Jahrhundertelang galt Lahnstein als katholische Hochburg. Selbst das altehrwürdige Johannes-Gymnasium („Johnny“) gehört dem Bistum Limburg. Aber Missbrauchsskandale und klerikale Ignoranz haben selbst in Lahnstein das Vertrauen in die Kirche erschüttert. Die „RZ“ hat sich mit engagierten Laien unterhalten, die radikale Reformen fordern. „Wir wollen eine wirkliche Umkehr“, zitiert die Zeitung Pfarrgemeinderatsmitglied Matthias Lambrich. Für manche Lahnsteiner wird es zu spät sein: Allein in der vorletzten Woche gab es in der Stadt 56 Kirchenaustritte. Rhein-Zeitung

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