Redaktion

Oase Oberlahnstein und der Buga-Boom auf der Straße

Entwurf für den Bahnhof Oberlahnstein. Visualisierung: Geskes und Hack, Berlin

Wer zum ersten Mal am Oberlahnsteiner Bahnhof aussteigt, möchte gleich wieder in den Zug. Die „RZ“ beschreibt den Vorplatz als „Asphalt- und Betonwüste“ und vor allem während der heißen Sommermonate ist es dort so angenehm wie in einem verlassenen Walzwerk in Alabama. Für die Bundesgartenschau 2029 hätte man am Mittelrhein keinen tristeren Ankunftsort wählen können. Die Stadt will das Areal darum rechtzeitig umgestalten lassen. Das Berliner Büro Geskes Hack, das auch für das offizielle Buga-Gelände am Rheinufer zuständig ist, plant laut „RZ“ eine -O-Ton – „grüne Oase mitten in Lahnstein“. Demnach entstehen auf dem Bahnhofsvorplatz mehrere Mulden mit Bäumen, die nach dem „Schwammstadt“-Prinzip Regenwasser binden und für Kühle sorgen. „Die Verdunstungsleistung von Bäumen ist enorm“, zitiert die Zeitung Landschaftsarchitekt Christof Geskes. Das werde „man schnell spüren“. Momentan verschwindet alles, was von oben kommt, sofort in der Kanalisation – die Fläche ist im 70-Jahre-Stil komplett versiegelt worden. Zum Konzept gehört auch eine Hecke entlang des Bahndamms, ein neues Pflaster, Sitzmöbel und – last but not least – Baumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit. Die Lahnsteiner Begrünungsoffensive wird allerdings Parkplätze kosten. Für das Projekt kalkuliert die Stadt mit 1,6 Millionen Euro. Bis zu 90 Prozent könnten über Fördermittel finanziert werden. Rhein-Zeitung (€)
Visualisierung: Geskes Hack

Der Buga-Boom im Straßenbau

Apropos Buga. Mit den Investitionen der Bundesgartenschau-Gesellschaft in Lahnstein, Rüdesheim, St. Goar, Bacharach und an anderen Schwerpunkten ist es noch lange nicht getan. In Rheinland-Pfalz nutzt man die Gelegenheit, um Straßen und Radwege am Mittelrhein zu sanieren. Nach SWR-Informationen fließen bis 2029 mindestens 75 Millionen Euro in regionale Tiefbauprojekte des Landesbetriebs Mobilität . Dazu gehören die B9 in Bacharach und Oberwesel, die Ortsdurchfahrt im St. Goarer Höhenort Biebernheim, die B42 bei Kestert und Osterspai und Radwege an beiden Ufern: zwischen Wellmich und St. Goarshausen und von Trechtingshausen nach Bingerbrück. SWR

Es gibt nur ein Lorch am Rhein

Lorch hat ein Problem, das Bacharach oder St. Goarshausen nicht kennen: Es gibt einen Doppelgänger. Laut Bürgermeister Oliver Lübeck wird die Stadt immer wieder mit der gleichnamigen 11.000-Einwohner-Kommune im baden-württembergischen Ostalbkreis verwechselt. Mehrmals im Monat lande falsche Post im Rathaus, heißt es im „Wiesbadener Kurier“ – manchmal mit juristischen Folgen. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig einen neuen Namen beschlossen: „Lorch am Rhein“ statt einfach nur „Lorch“. Außer dem Namensvetter in Schwaben gibt es übrigens noch ein drittes Lorch: Ein Dorf mit knapp 200 Einwohnern in Oberösterreich. Wiesbadener Kurier (€)

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