Über 20 Millionen Euro sind bisher in die Neugestaltung der Loreley geflossen. Nach der Einweihung der „Mythoshalle“ im vergangenen Jahr steht jetzt der vorläufige Schlusspunkt an: Am 17. Juli öffnet das Restaurant „Am Gläsernen Fels“ im frisch sanierten Turnerheim. Die Erhaltung des historischen Gebäudes kostet die Verbandsgemeinde Loreley fast 7 Millionen Euro, fast doppelt so viel wie geplant. Pächter ist Multi-Gastronom Muzaffer Oguz, der bereits die Cafeteria auf der Loreley, den Bacharacher Posthof, das „Palais“ am Binger Speisemarkt und mehrere Weinstände im Tal betreibt. Oguz verspricht auf der Website “ stilvolle Inneneinrichtung“ mit „klassischer Eleganz“ und „modernen Akzenten, wobei goldene Designelemente die mystische Atmosphäre unterstreichen“ (O-Ton). Innen gibt es Platz für 100 Gäste, dazu kommt die Terrasse für Außengastronomie und im ersten Stock ein Bankettsaal. Dort können bis zu 150 Personen feiern. Die Küche sei gutbürgerlich mit internationalen Einflüssen, heißt es im „BEN-Kurier“. Das Investment der Verbandsgemeinde ist nicht unumstritten. Vor allem die Gastronomen in der Nachbarschaft wunderten sich über die öffentlich finanzierten Vorleistungen für einen privaten Unternehmer. VG-Bürgermeister Mike Weiland betont dagegen in einem Video des „BEN-Kurier“, dass Oguz in einem ordnungsgemäßen Ausschreibungsverfahren überzeugt habe. Er habe außerdem in Ausstattung, Mobiliar und Außenanlagen investiert und zahle natürlich auch für die Gebäudenutzung. Konkrete Summen werden nicht genannt. BEN-Kurier (mit Video), Am Gläsernen Fels (Website des neuen Restaurants mit Bildern), VG Loreley (2025, Kosten der Loreley-Neugestaltung)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH / CC BY 4.0
Angeln mit Aussicht
„Fisch & Fang“ ist das Zentralorgan der deutschsprachigen Anglerszene. Das Magazin erscheint unweit des Mittelrheintals im Parey-Verlag mit Sitz in Singhofen im Rhein-Lahn-Kreis, hat eine Druckauflage von 37.000 Exemplare und über 170.000 Abonnenten auf YouTube. Eine der Video-Serien dort heißt „RHEINgeangelt“. Im Juni ging Folge 6 auf Sendung, eine Reportage über Angeln rund um Rüdesheim und Assmannshausen. Spoiler: Die Aussicht war spektakulärer als die Fänge. Aber in der Natur sein ist alles. YouTube
Welterbe aus erster Hand
Leon Pumpe hat seit September einen der besten Jobs im Mittelrheintal, wenn auch nicht den bestbezahlten. Er absolviert sein „Freiwilliges Soziales Jahr Kultur“ beim Zweckverband Welterbe und darf sich überall austoben, wo es zwischen Rüdesheim und Koblenz interessant ist – egal, ob bei der Öffentlichkeitsarbeit im Welterbe-Büro oder beim Event-Management vor Ort. Pumpe lernt alle möglichen Aufgaben kennen und sammelt nebenbei Lebenserfahrungen in bester Lage. Wer ab September seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger werden möchte: Der Zweckverband hat die FSJ-Stelle erneut ausgeschrieben. Zweckverband Welterbe
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