Seit 2012 ist die Schule von Assmannshausen geschlossen und gammelt vor sich hin. Ihre Sanierung würde so teuer, dass die Stadt Rüdesheim sie kaum geschenkt will. Der Rheingau-Taunus-Kreis als momentaner Eigentümer will sie ebenfalls loswerden. Dabei ist die Lage perfekt: Die frühere „Nikolausschule“ liegt oberhalb des Ortes in den Weinbergen und bietet einen grandiosen Ausblick auf das Welterbe-Tal. Die neueste Idee ist, den Zweckbau aus den 70ern zur Jugendherberge zu umzubauen. Eigentlich sollte in Rüdesheim eine komplett neue Einrichtung entstehen, aber wegen Corona ist das Deutsche Jugendherbergswerk so klamm, dass allein in Hessen 3 Häuser schließen müssen. Laut „Wiesbadener Kurier“ will der Landesverband prüfen, ob sich ein Standort Assmannshausen rechnen könnte. Wiesbadener Kurier

Blick auf Assmannshausen. Links oben die frühere Schule. Foto: Rüdesheim Touristik / Jörg Thamer

Blick auf Assmannshausen. Links oben die frühere Schule. Foto: Rüdesheim Touristik / Jörg Thamer

Glück im Unglück für Lahnstein

Rund 400 Züge rattern pro Tag durch das Mittelrheintal. Was dabei schief gehen kann, zeigt ein Unfall in Lahnstein. Dort entgleiste am Sonntagabend ein Güterzug aus Rotterdam. Personen kamen nicht zu Schaden, aber aus den umgestützten Kesselwagen flossen laut „RZ“ etwa 150.000 Liter Biodiesel ins Erdreich. 260 Rettungskräfte waren im Einsatz, 17 Anwohner mussten vorübergehend evakuiert werden. Die Stadt sei „vielleicht nur knapp einer immensen Katastrophe entgangen“, schreibt „RZ“-Redakteurin Karin Kring. Zum Glück ist Biodiesel nicht explosiv, allerdings werden noch wesentlich brennbarere Stoffe durchs Tal gekarrt. Güterverkehr wird noch jahrzehntelang zum Alltag im Tal gehören. Eine neue, größtenteils unterirdische Trasse durch Westerwald und Taunus ist noch nicht absehbar. SWR (Video),  Rhein-Zeitung

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