Redaktion

Grünes Licht für Neu-Lahnstein und Oberwesel für Aufsteiger

Lahnstein 2029. Visualisierung: CG Elementum

Das größte Bauprojekt im Welterbetal kann kommen. Der Lahnsteiner Stadtrat ermöglicht den Bebauungsplan für „Rhein Lahn Living“ rund um die denkmalgeschützte Löhnberger Mühle am Rheinufer. Dort will der Berliner Immobilienkonzern CG Elementum fast eine halbe Milliarde Euro investieren. Auf rund 86.000 Quadratmetern entstehen 400 Wohnungen, Gewerbe- und Gastronomieflächen, dazu – O-Ton – „großzügige Grün- und Freiflächen innerhalb des Quartiers und entlang des Rheinufers“ inklusive „hochwertiger Promenade“ . Um Kritiker zu besänftigen, verspricht CG-Manager Ronald Pofalla – in einem früheren Leben CDU-Generalsekretär, Kanzleramtsminister und Bahn-Vorstand – viel Umweltschutz, CO2-Einsparung und „preisgedämpftes Wohnen“ für weniger solvente Mittelrheiner. Bis zur Buga 2029 soll alles stehen. „Rhein Lahn Living“ ist nicht das ehrgeizige Stadtentwicklungsprojekt in der Umgebung. Direkt gegenüber an der früheren Königsbacher Brauerei plant der bayerische Investor Christian Seitz ebenfalls ein neues Quartier. Dort sollen einmal rund 1.700 Menschen leben und arbeiten. CG Elementum (Pressemitteilung), Rhein-Zeitung (€)

Oberwesel für Aufsteiger

„Elfenley“ klingt nicht nur besser als „Kreisstraße 90“, der Bergpfad von der Oberwesel zur Schönburg ist einfach ein Erlebnis für sich. Buga-Bloggerin Marie-Luise Eberhardt hat den Aufstieg gewagt und dazu einen Artikel mit sehenswerten Fotos veröffentlicht. Buga-Blogger

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2 Gedanken zu „Grünes Licht für Neu-Lahnstein und Oberwesel für Aufsteiger“

  1. Klotzhausen kann kommen. Schreckliche Planung und wieso darf man das Brauereigelände nur so einquetschen? Mit Orts und mittelrheintypischer städtischer Erweiterung hat das wenig zu tun. Ähnlich wie Klotzhausen in Bingen verliert das Tal so sein Individualität verkauft an wenig sensible Großinvestoren. Als hätte man nichts aus den 1970ern gelernt.

  2. Wieder so eine Beton-Planung, wie in Boppard auch. „Schöne“ gleichförmige Bauklötze. Langweilig hoch 3. Natürlich hat schon die zweite Reihe keine Aussicht mehr auf den Rhein. Und auf dem Planungsbild sehe ich doch recht wenig Bäume, die diesem Betonparadies Kühle spenden können. Das meiste Grün soll wohl auf den Dachflächen stattfinden? Und modernes Bauen sollte doch wohl mittlerweile auch dafür sorgen, dass der zukünftigen Temperaturen gemildert werden, indem man eine möglichst flächendeckende Außenwandbegrünung einplant. Und die Promenade sollte unbedingt mit Bäumen beplant werden, unter denen viele Bänke stehen sollten, auf denen man im Bauschatten sitzen und den Rhein genießen kann. Sehe ich hier nicht. Soll man auf unbequemen Betonmauern sitzen? Natürlich finde ich es gut, dass man solch großen Flächen, die seit Jahren ungenutzt herumdümpeln und nicht gerade ein nettes Bild am Fluss abgeben, endlich mal herrichtet. Aber wie immer – mit Großinvestoren, vor allem denen, die nicht „von hier“ sind, wird es monumental und wenig „mittelrheinisch“.

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