Fähren ohne Wasser und Tiefbau aus der Römerzeit

Seit Dienstag 14 Uhr geht am Kauber Fähranleger nichts mehr. Wegen des extremen Niedrigwassers muss Geschäftsführer Andre Kimpel eine erneute Zwangspause einlegen – so wie bereits an 10 Tagen im Hochsommer. Damit sind im Oberen Mittelrheintal nur noch 2 von 5 Fähren in Betrieb: Bingen-Rüdesheim und St. Goar – St. Goarshausen. Beide akzeptieren die Halbjahres-, Jahres- und Monatskarten aus Kaub, heißt es in einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur. Zwischen Niederheimbach ruht der Verkehr schon länger und die Bopparder Fähre hat nach der Reparatur von Anleger und Ufermauer noch gar nicht wieder angefangen. Die Aussichten für die kommenden Tage sind nicht gut. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes rechnet bis zum Wochenende mit weiter sinkendem Pegel. Für Kaub werden 6 Zentimeter prognostiziert. Allgemeine Zeitung (dpa-Meldung)
Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Es findet sich immer ein Weg

Angesichts des logistischen Ausnahmezustandes im Welterbetal (Fähre, Bahn, B 42) muss man jetzt für jede solide gebaute Straße dankbar sein. Ein überraschender Fund aus Oberdiebach hilft zwar nicht akut weiter, erinnerte uns aber an klassische Tiefbau-Qualitäten der Vergangenheit. In einem abgelegenen Waldstück wurden die Reste einer Römerstraße entdeckt. „Bis zu einem Meter hoch war das, was vom Straßenkörper noch auszumachen war“, zitiert die „AZ“ Wolfgang Welker vom Archäologieverein Arrata. Vermutlich führte die antike Straße vom rechtsrheinischen Limes zum Ausoniusweg, der Bingen mit der damaligen Römermetropole Trier verband. Wer sich an Ort und Stelle informieren will, kann am Samstag (26. September) mit Arrata und der Denkmalgesellschaft Bingen ins Gelände. Die Exkursion startet um 14 Uhr am „Parkplatz an der Römerstraße“ am Hirtenborn bei Dichtelbach. Weitere Infos gibt es laut „AZ“ unter geschaeftsstelle@arrata.info. Allgemeine Zeitung (€)

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