Der Besitzer des maroden Klosters Marienberg in Boppard sieht sich mit seinen Sanierungsplänen immer noch auf dem richtigen Weg. Das Projekt sei nicht gescheitert und die Anlage stehe nicht zum Verkauf, versichert der österreichische Eigentümer Friedrich Ohnewein in der aktuellen Ausgabe des „Rhein-Hunsrück-Anzeigers“. Er führe weiterhin Gespräche mit – O-Ton – „möglichen Co-Investoren und Projektpartnern“. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass ein Kölner Makler das Kloster für 2 Millionen Euro angeboten hatte. Die Immobilienanzeige ist mittlerweile aus dem Netz verschwunden. Ohnewein beteuert, dass er davon nichts gewusst habe. Der Architekt und Projektentwickler aus der Steiermark ist seit rund 8 Jahren in Boppard zugange. Aus der angekündigten Rundum-Sanierung ist noch nicht viel geworden. Bisher geht es eher darum, den weiteren Verfall der barocken Anlage aufzuhalten. 2024 half das Land Rheinland-Pfalz mit 367.000 Euro Fördermitteln aus. Unterdessen bewirbt ein Immobilienspezialist aus NRW das Kloster immer noch als Wohnanlage mit 62 Einheiten inklusive 190-qm- Penthouse. („Die Wohnungen bieten eine gehobene Raumausstattung mit Echtholzparkett sowie zum Teil prachtvollen Stuckdecken“). Spätestens im Herbst 2023 sei alles fertig, so die Ankündigung. Zwei Jahre nach dem prognostizierten Einzugstermin später fanden Reporter des SWR immer noch eine Baustelle vor. Zuletzt war von einer Fertigstellung „Ende 2028“ die Rede. Rhein-Hunsrück-Anzeiger, SWR (Video, 2025)
Screenshot: SWR, 2025
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