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Die rechte Rheinseite macht dicht und Bacharach denkt an 2086

St. Goarshausen mit Burg Katz. Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH (CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Die rheinland-pfälzische Straßenbauverwaltung („Landesbetrieb Mobilität“) hat die Berichte der „RZ“ über eine längere Vollsperrung an der Loreley bestätigt. Ab Montag, dem 28. September geht an der B 42 zwischen Kaub und St. Goarshausen nichts mehr. Die anstehenden Sicherungsarbeiten nach dem Felssturz seien “ sehr stark von der Witterung über die Wintermonate abhängig“, heißt es in einer Pressemitteilung. Man rechne „mit ca. 3-5 Monaten“. Schnee und starker Wind könnten alles verzögern, weil ausschließlich am Seil gearbeitet wird und das Material per Helikopter kommt. Auf dem Plateau selbst sind in dieser Zeit weite Teiles des Landschaftsparks gesperrt, die Mythoshalle soll geöffnet bleiben. Die Pressemitteilung der Behörde ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Was nicht erwähnt wird, ist eine weitere und viel längere Blockade: Anfang kommenden Jahres startet im gleichen Abschnitt der rund 21 Millionen Euro teure Ausbau des Radweges; hierfür hatte der Landesbetrieb erst im Juli eine rund zweijährige Vollsperrung angekündigt. Das würde Umleitungen bis zur Bundesgartenschau bedeuten. Landesbetrieb Mobilität (Pressemitteilung), Rhein-Zeitung (€, Radweg-Ausbau, Juli 2026)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH CC BY 4.0

Bacharach bis 2086

Die Zukunft der Bacharacher Burg Stahleck für die nächsten Generationen gesichert. Rund 100 Jahre nach dem Wiederaufbau hat der Eigentümer, der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz mit Sitz in Köln, den Vertrag mit dem Deutschen Jugendherbergswerk bis zum Jahr 2086 verlängert. Die Burg ist eine der bekanntesten Jugendherbergen Deutschlands und sorgt jedes Jahr für rund 35.000 Übernachtungen in Bacharach. Laut „AZ“ plant man gerade ein zusätzliches Angebot hoch über der Stadt: Es soll ein kleines Burgmuseum geben. Allgemeine Zeitung (€), YouTube (Stahleck-Video mit Rudolf Conrads vom Rheinischen Verein)

Schluckspechte in Bingen

Das Binger Sekthaus Graeger hat neue Eigentümer. Der bisherige Inhaber Jens Valeries hat an eine Firma mit dem karnevalesken Namen „Schluckspecht Sekt GmbH“ in Sulzbach am Taunus übergeben. „Schluckspecht“ gehört den hessischen Getränkehändlern Birgit und Harald Straßheimer. Valerius bleibt als Geschäftsführer an Bord. Unklar ist, ob und wie es mit Graeger in der Binger Martinstraße weitergeht. In den Zeitungen der Verlagsgruppe Rhein-Main wird über eine Rückkehr nach Hochheim am Main spekuliert. Dort war die traditionsreiche Sektkellerei 1877 gegründet worden. Nach Bingen zog sie erst 1996. Allgemeine Zeitung (€), Graeger (Unternehmensgeschichte)

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