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Blockade an der Loreley und eine Finanzspritze in Boppard

Loreley aus der Luft. Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH (CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Die Loreley macht den Ingenieuren und Geologen des Landes Rheinland-Pfalz weiterhin Sorgen. Laut „RZ“ haben Profi-Kletterer mehr bröckelndes Gestein entdeckt als gedacht. Die kritische Masse soll ab 28. September kontrolliert aus der Wand gebrochen werden, darum wird die rechtsrheinische Bundesstraße erneut voll gesperrt. Anders als nach dem Geröllabgang Ende August sind diesmal auch Teile des Landschaftsparks betroffen. Für die nicht ungefährlichen Arbeiten im Hang werden die Spezialisten vom Plateau aus abgeseilt. Nach ihrem Einsatz müssen noch zusätzliche Fangzäune installiert werden. Die „RZ“ rechnet mit einer totalen B-42-Blockade bis zum kommenden Frühjahr. Rhein-Zeitung (€)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH/CC BY 4.0

Boppard schießt für das Krankenhaus nach

Die Stadt Boppard hat Zahlen für das Krankenhaus Heilig Geist bekannt gegeben. Demnach kalkuliert man bis Jahresende mit einem Defizit von 1,34 Millionen Euro. Der Eigentümer, das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) wird die Rechnung nicht übernehmen. Er wollte den Standort Boppard eigentlich schließen. Vereinbarungsgemäß muss jetzt die Stadt einspringen. Sie organisiert den größten Teil der Summe, während der Förderkreises Hospital zum Heiligen Geist und die Stiftung zum Heiligen Geist  bis zu 300.000 Euro aufbringen wollen. Das traditionsreiche Krankenhaus soll als Regio-Klinik mit den Schwerpunkten Inneres, Geriatrie, Psychosomatik, Wundmedizin und Plastische Chirurgie weitermachen. Stadt Boppard (Pressemitteilung)

Neue Ärzte bekommt das Land

Im Kampf gegen den Medizinermangel auf dem Land ziehen Oberweseler Ärzte alle Register. 2024 schlossen sich der Hausarzt Axel Strähnz und die internistische Praxis Waldenburger zusammen, 2025 kam der eigentlich schon pensionierte Kinderarzt Tilman Onkels als Teilzeit-Doktor dazu, mittlerweile macht auch in Kollege aus Emmelshausen mit und seit diesem Jahr firmiert man als  „Medizinisches Versorgungszentrum Hunsrück-Mittelrhein“. Im Team sind jetzt auch 2 Ärzte aus Mauritius und eine Medizinerin aus Taiwan. Sie haben ihr Studium abgeschlossen und assistieren so lange, bis ihre Approbation in Deutschland anerkannt wird und sie als vollwertige Ärzte arbeiten dürfen – gerne auch in der Region, wo in den kommenden Jahren viele Mediziner in Rente gehen. Rhein-Zeitung (€)

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1 Kommentar zu „Blockade an der Loreley und eine Finanzspritze in Boppard“

  1. Loreley:

    Gleich zwei Baumaßnahmen, geplante, gab bzw. gibt es direkt am Fels: Zum Einen die Umgestaltung des Plateaus, zum Anderen die Sanierung der rechten Rheinstrecke. Zwei Parteien, denen im Vorfeld der Arbeiten und auch generell im laufenden Betrieb daran gelegen hätte sein können, die Hangsicherung im Blick zu behalten. Die DB, um ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, immerhin sorgt sie deshalb auch regelmäßig dafür, dass Hangflächen gemäht und Zäune gestellt werden, die Loreleygemeinden, um für die Sicherheit von Anwohnern und Touristen zu sorgen.
    Wie konnte das passieren? Es ist ein enormes Glück, dass die Felsbrocken niemanden erwischt haben.
    Die Folgen sind riesig, das Plateau, in das viel Geld geflossen ist und weiter fließen wird, ist teilweise betroffen, der Schienenersatzverkehr, der trotz guter Planung die reguläre RB10 nicht gleichwertig ersetzen kann, verlangsamt und wird voraussichtlich an dieser Stelle für eine Weile ganz unterbrochen sein. Außerdem der sonstige Verkehr auf der Bundesstraße, der sich neue Wege suchen muss.

    Wieder und wieder zeigt sich die instabile Infrastruktur im Tal. Toll ist, dass daran gearbeitet wird. Leider oft nicht vorausschauend genug, mit ausreichend Vernetzung und Allen am selben Tisch, sodass Dinge teils (vermeidbar) gleichzeitig gesperrt werden, manche Interessen nicht ausreichend berücksichtigt werden und damit für die Menschen in der Region ein gewisses Ohnmachtsgefühl erzeugt wird.

    „Da steht jetzt halt eine Ampel, kann man nichts machen.“
    „Mein E-Bike muss ich dem Bahnmitarbeiter geben, damit er es für mich über die Treppen trägt.“
    „Die Fähre fährt nicht, weil es nicht genügend Wasser gibt.“
    „Die Umleitung für den Rheinradweg schickt mich, mein E-Bike und mein Urlaubsgepäck über Presberg.“
    „Die Bundesstraße wird für eine ungewisse Zeit gesperrt werden.“
    „Die L334 bleibt ein Pylonenslalom, ich fahre da nicht, wenn ich Angst habe, dass mir zu der Uhrzeit ein Schulbus entgegen kommen könnte.“
    „Es ist ein Konzert auf der Freilichtbühne, ich kann die L338 nicht befahren.“
    „Mein Pendlerzug fährt nicht, der Schienenersatzverkehr fährt, ist aber nicht mehr planbar, weil er auf der Bundesstraße dem restlichen Verkehr ausgesetzt ist.“
    „Die DB saniert die rechte Rheinstrecke, macht aber den Haltepunkt in meinem Ort nicht in beide Richtungen barrierefrei, sodass ich auch nach der Sanierung auf dem Weg nach Koblenz erst einmal in die falsche Richtung fahren, auf den Zug in Gegenrichtung warten, dann barrierefrei umsteigen, und dann in die richtige Richtung fahren muss.“

    Vieles davon ist zeitlicht beschränkt, manches ist absehbar, anderes nicht, wichtig ist, welche Botschaft diese Zustände, gewollt oder ungewollt, aussenden.

    Hoffentlich fallen nicht wieder so ein paar Hindernisse zufällig zusammen, während man versucht, eine Buga auszurichten. Wie plant man, das zu vermeiden?

    Gruß Reinald

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