Luxus-Kreuzfahrten gelten manchmal als langweilig, aber auf dem Fünfsterne-Schiff „Inspire“ war am Mittwoch mehr los als es der Mannschaft und den Passagieren lieb war. Auf dem 135-Meter-Kreuzer brannte es im Maschinenraum. Die Crew reagierte schnell und brachte das Feuer größtenteils selbst unter Kontrolle. 3 Helfer erlitten Rauchvergiftungen, 2 davon mussten ins Krankenhaus. Der Kapitän konnte noch den Anleger in Kaub ansteuern. Dort gingen die sofort alarmierten Feuerwehren an Bord und erledigten den Rest. Die rund 90 Passagiere blieben unverletzt. Für sie konnte sogar plangemäß das Mittagessen aufgefahren werden. Die „MS Inspire“ gehört zu den nobelsten Kreuzern auf dem Rhein. Sie ist seit 2013 im Einsatz, gehört der Düsseldorfer Viva-Reederei und fährt unter Schweizer Flagge. Rhein-Zeitung, SWR (mit Video), Viva Cruises (Website der Reederei über die „Inspire“)

Flusskreuzer "MS Inspire" bei Boppard. Foto: Viva Cruises

Flusskreuzer „MS Inspire“ 2020 bei Boppard. Foto: Viva Cruises

St. Goar rockt die Rheinfels

Die Mittelrhein-Touristiker tasten sich allmählich in die Normalität vor. In St. Goar steigt nicht nur die Theater- und Multimedia-Show „Rheinfels-Saga“, es gibt sogar ein „richtiges“ Konzert dazu. Am 25. August findet inmitten der XXL-Ruine ein Musikabend statt. Das Programm reicht von Pop (Rino Galiano) über Klassik (Anne-Sophie Balg) bis zur preisgekrönten Kleinkunst (Manfred Maurenbrecher & Richard Wester). Romantischer Rhein

Bingen am Picknick-Rhein

Apropos Normalität: Bingens Tourismuschef Heiner Schiemann hat bereits den ersten Test hinter sich, ein Picknick-Konzert auf der Elisenhöhe. Zwar kamen weniger Besucher als erlaubt gewesen wäre, aber die Nachfrage ist da: Die Karten für die Inselkonzerte am Mäuseturm Ende Juni gingen laut „AZ“-Reporterin Christine Tscherner „weg wie geschnitten Brot“. Schiemann denkt an weitere corona-gerechte Freiluft-Formate. Momentan sind Open-Air-Veranstaltungen für bis zu 250 Menschen möglich – Tests oder Impfausweise vorausgesetzt. Allgemeine Zeitung

Neustart in Niederheimbach

Im tief zerstrittenen Niederheimbach gibt es wieder eine handlungsfähige Verwaltung. Sven Janiska, Frank Kieslich und Werner Straßburger übernehmen als ehrenamtliche Beigeordnete die laufenden Geschäfte. Zuvor waren der Bürgermeister und seine Vertreter nach einem selbst für Mittelrhein-Verhältnisse beispiellosen Streit zwischen Personen und Parteien zurückgetreten. Falls jemand für das Bürgermeisteramt kandidieren möchte, würde die Urwahl parallel zur Bundestagswahl am 26. September stattfinden. Ansonsten gäbe es im Ort Bacharacher Verhältnisse und es müsste ohne Bürgermeister funktionieren. Allgemeine Zeitung

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