Nicht, dass einen das real existierende Bacharach jemals langweilen könnte. Aber in den kommenden Jahren wird von der Stadt mehr zu sehen sein, als es heute möglich ist. Laut „AZ“ arbeitet Bacharach gemeinsam mit Touristikern und der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe an einem Digital-Projekt namens „Victor“, benannt nach dem französischen Schriftsteller und Mittelrhein-Fan Victor Hugo. Es soll Besuchern und Einheimischen ermöglichen, via QR-Code in frühere Jahrhunderte einzutauchen und z.B. die Wernerkapelle im Originalzustand zu betrachten oder durch eine mittelalterliche Marktszene zu wandern. Laut VG-Bürgermeister Benedikt Seemann wird dafür die Stadt digital kartografiert – „ähnlich wie bei Google Maps“, wie es heißt. Langfristig könnte „Victor“ zum Modell für das gesamte Mittelrheintal werden. Die Kosten für das Pilotprojekt übernimmt zum größten Teil die EU. Allgemeine Zeitung (€)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH / CC BY 4.0
Mittelrhein Vice
Deutschlands Alkohol-Lobbyist Nr. 2 kommt aus Bingen. Alexander Rittlinger, Geschäftsführer des Weinkellerei Reh-Kendermann im Stadtteil Kempten, ist einer der beiden Gründungs-Vizepräsidenten des „Bundesverbandes Wein, Sekt und Spirituosen“ (BWS) mit Sitz in Wiesbaden. In der neuen Lobby-Organisation haben sich 3 Branchenverbände aus der höherprozentigen Getränkewirtschaft zusammengeschlossen, Präsident ist der württembergische Großhändler Christoph Mack (Mack & Schuehle AG). Rittlinger geht in unruhigen Zeiten an Bord. Das Geschäft mit alkoholhaltigen Getränken schrumpft seit Jahren, das Image ist ramponiert und für Sekt und Spirituosen sind Steuererhöhungen geplant. „Derzeit verändert sich der Markt so rasant wie noch nie“, zitiert die „AZ“ den Binger BWS-Vize. Zu den Mitgliedsunternehmen des neuen Verbandes zählen neben Reh-Kendermann auch die Rheinberg-Kellerei der Edeka-Gruppe, das Binger Weinhaus Michel und 2 Sektkellereien aus dem Welterbetal: Graeger in Bingen und Ohlig in Rüdesheim. Allgemeine Zeitung (€), BWS
Die Bopparder Fähre kommt zurück
In Boppard und Filsen zeichnet sich ein Ende der fährenlosen Zeit ab. Fast 4 Monate nach der Beschädigung der Ufermauer durch ein vorbeifahrendes Frachtschiff kann die Erneuerung des so genannten „Auflagers“ in Boppard starten. Ohne diese Verbindung zwischen Fährbrücke und Mauer kann Fährmann Tony Deleu nicht anlegen. Die Stadt hat eine Baufirma aus Ostwestfalen beauftragt, die ohnehin schon an der Sanierung der Rheinallee beteiligt und vor Ort ist. Die Vergabe war nicht ganz einfach, weil die Versicherung des Unfallverursachers mitreden wollte. Nach „RZ“-Informationen könnten die Bauarbeiten im September abgeschlossen sein. Die Zwangspause seit März hat Pendler, Schüler und viele Patienten Bopparder Ärzte hart getroffen. Rhein-Zeitung (€)
Foto des Tages
Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren
Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.
