Wenn es auf der Loreley richtig laut wird, beginnt für Ulrich Lautenschläger der ruhige Teil des Abends. Der Pächter der Loreley-Bühne fiebert bei jedem Konzert mit, aber der eigentliche Stress beginnt viel früher. Lautenschläger und ein rund 100-köpfiges Team müssen dafür sorgen, dass rund um den Auftritt alles funktioniert und nichts dem Zufall überlassen wird. Der SWR hat ihn einen Tag lang auf dem Felsen begleitet. Film ab: SWR (Video)
Screenshot: SWR
Die Unternehmerin des Jahres kommt aus Assmannshausen
Als Kapitänin hat Bianka Rössler schon einfachere Jahre als 2026 erlebt. Ihre „Rössler-Linie“ leidet wie alle Schifffahrtsbetriebe unter der langen Niedrigwasser-Saison. Das Familienunternehmen aus Assmannshausen wird auch das wegstecken – so wie Weltkriege, Wirtschaftskrisen und die Corona-Pandemie. Rössler steuert ihre kleine Reederei in 7. Generation und will sie eines Tages an ihre Tochter übergeben. Die Multitasking-Mittelrheinerin, die sich nebenbei noch in der Rüdesheimer Kommunalpolitik engagiert, ist ausgebildete Maschinenschlosserin, Kauffrau und Schiffsführerin. Seit dieser Woche könnte sich Rössler eine weitere Urkunde an die Wand hängen: Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori zeichnete sie als landesweite „Unternehmerin des Jahres 2026“ aus. Rössler verbinde – O-Ton – „unternehmerische Tradition mit dem Mut zur Veränderung. Sie stehe „beispielhaft für einen starken Mittelstand, der Verantwortung übernimmt, Arbeitsplätze sichert und regionale Wertschöpfung schafft.“ Land Hessen (Pressemitteilung), Rössler-Linie (Unternehmensgeschichte)
Die Stamm-Bäckerei ist zurück
Die Binger Bäckerei Stamm ist scheint gerettet. Nach dem Insolvenz-Antrag im Juni konnte die Schließung des Betriebes verhindert werden, auch die Übernahme durch eine Bäckereikette ist vom Tisch. Laut „AZ“ hat Insolvenzverwalter Johannes Hancke mit Geldgebern und Gläubigern eine Lösung gefunden. Dadurch kann Bäckereierbe und Geschäftsführer Tobias Lennarz an Bord bleiben. „Für die Kunden ändert sich nichts“, heißt es. Allerdings ist da noch ein Problem, das die meisten Mittelständler kennen: Personalmangel. Allgemeine Zeitung (€)
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Freilichtbühne:
6 Wochenenden sind es in diesem Jahr, an denen sie bespielt wird, da hat der SWR Glück gehabt, da oben überhaupt jemanden anzutreffen. Immerhin, diese mittelgroßen Veranstaltungen führt der Pächter noch durch, die großen haben keine Lust, weil die Infrastruktur nicht nur marode, sondern auch ineffizient ist und bsw. kein Abladen auf der Bühne direkt vom LKW ohne Wenden/Rückwärts fahren zu müssen erlaubt, was sonst Standard ist. Auch kleinere Veranstaltungen, Kino, kleinere Konzerte oder Ähnliches gibt es seit Jahren nicht mehr, genauso wenig wie Festivals, die über mehrere Tage gehen. Das finde ich schade, denn die Schwäche der Bühne und der Region im Allgemeinen ist der Verkehr/ die Infrastruktur. In Zeiten trockenliegender Fähren und der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke ist es umso schwieriger, die Massen da hoch auf den Felsen zu bekommen und die An- und Abfahrt über die schmale Straße führt traditionell zu Frust bei den Gästen, die teils von weit weg anreisen. Gerade kleinere Veranstaltungen und Festivals, bei denen sich die Verkehrszeiten ausdehnen und die Belastung somit verteilt, könnten eine bessere Gesamterfahrung bringen. Zusammen mit dem Ausblick und der Amphitheaterform hat die Bühne sonst nämlich schon was zu bieten.
Reinald