Laut Landesregierung boomt gerade der Tourismus in Rheinland-Pfalz, aber Kaub oder St. Goarshausen kann damit nicht gemeint sein. Die Städte mitten im Welterbetal sind wie die gesamte rechte Rheinseite 2026 doppelt gebeutelt: durch das Niedrigwasser und noch mehr durch die laufende Bahnsanierung. Der SWR hat sich umgehört und u. a. mit Gastro-Profis gesprochen. Daliah Geisel vom „Loreley-Weinstübchen“ in St. Goarshausen zeigt sich vom Rückgang überrascht. Sie hätte auch nach 27 Jahren Gastronomie-Erfahrung nicht mit solchen Auswirkungen auf das Tourismus-Geschäft gerechnet. Ihr fehlt sogar der Bahnlärm: „Den Zuglärm und die Vibration, die braucht man als Rheinländer.“ Stromaufwärts in Kaub kann Winzer und Wirt Peter Bahles noch nicht einmal die ungewohnte Ruhe genießen. Ganz in der Nähe laufen die Bauarbeiten der Deutschen Bahn auf Hochtouren, vor allem in der Nacht. „Es quietscht, es kracht, es rumpelt“, heißt es im SWR. Wegen des Krachs kann Bahles vorübergehend keine Fremdenzimmer vermieten. Die Bahnsanierung läuft seit 10. Juli. Die Wiedereröffnung ist für den 13. Dezember geplant. SWR
Foto: Marco Rothbrust/Romantischer Rhein Tourismus GmbH (CC BY 4.0)
Buchenwälder statt Büro
Franziska Lehnard aus Bad Salzig hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Die gelernte Bürokauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin ist jetzt als zertifizierte Wanderführerin unterwegs und organisiert Touren zwischen Rhein und Mosel. Ihr Markenname „Hunsrückfan“ ist instagramtauglich, aber fast ein bisschen missverständlich – Lehnard weiß, wo es am schönsten ist und wandert vor allem Mittelrhein, gerne vom „Werlauer Pilz“ aus. In der „RZ“ ist gerade ein Artikel über ihr ihr Wander-Start-up erschienen. Rhein-Zeitung (€), Hunsrückfan
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