Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

„Die Buga braucht ein Highlight“

Noch ist 2022 nicht vorbei, aber der Mittelrhein-Mann des Jahres steht schon fest: Volker Boch, bis vor 8 Monaten noch Redakteur bei der „Rhein-Zeitung“, gewann im überraschend klar die Wahl zum Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises und übernahm kurz darauf auch den Vorsitz beim Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal mit Sitz in St. Goarshausen. Gerade haben ihn seine früheren „RZ“-Kollegen u. a. zum Thema Bundesgartenschau interviewt.

Volker Boch im Bopparder Hamm. Foto: Arthur Lik

Volker Boch im Bopparder Hamm. Foto: Arthur Lik

Das Thema treibt Boch schon länger um, im Wahlkampf brachte er die Idee einer temporären Fußgänger- und Radlerbrücke an der Loreley ins Spiel. Aber vielleicht kommt eine noch größere Attraktion. „Die Buga braucht ein Highlight“, zitiert ihn die „RZ“, „Eins, das viel Aufmerksamkeit und positive Emotionen erzeugt.“ Es gäbe es auch schon eine Idee, über die auch schon Gespräche geführt würden,, heißt es. Spruchreif sei aber noch nichts. Laut Boch ist ein großer Wurf nötig, um die Menschen zu begeistern. O-Ton: „In Koblenz ist 2011 aus der Stadt heraus eine bemerkenswerte Bewegung entstanden. Das fehlt hier noch etwas.“ Rhein-Zeitung (€)

St. Goarshausen macht das Licht aus

Nur in der deutschen Verwaltung entstehen Wörter wie „Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung“ (56 Buchstaben). Gemeint ist das aktuelle Verbot, Gebäude und Denkmäler anzustrahlen. In St. Goarshausen ist das nicht mit einem Knopfdruck getan. Stadtbürgermeister Nico Busch hat das Licht an der evangelischen Kirche, am „Viereckigen Turm“ und an den Burgen Katz und Maus ausknipsen lassen. Auch die traditionelle Lichterkette an der Rheinfront bleibt dunkel. Bei der Kirche z. B. war der Energieversorger gefragt, weil die Strahler mit der Straßenbeleuchtung verbunden sind. Und im Fall der Burg Katz musste Busch die japanischen Eigentümer kontaktieren. Die „Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung“ gilt zunächst bis zum kommenden Februar. Per Mail

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  1. „Die Buga braucht ein Highlight“

    Endlich wird mal von offzieller Seite ein Thema aufgegriffen, dass nicht nur ein Highlight zur BUGA sein könnte, sondern eine zwingende verkehrspolitische Entscheidung zur Besucherlenkung der BUGA. Das Thema Rheinquerung bei St. Goar / St. Goarshausen wird bei den zu erwartenden Besucherströmen zur BUGA essenziell. Man kann getrost davon ausgehen, dass die Masse der BUGA-Besucher mindestens die Loreley sehen möchte und da bietet sich das zweite Highlight, die Burg Rheinstein zusätzlich an. Oder umgekehrt. Die bisherige Fährverbindung wird diese Besucherströme nicht bedienen können. Da benötigt es ausreichende Alternativen bzw. Ergänzungen.
    Bevor man weiter (vergeblich) mögliche und weit in die Zukunft weisende Straßen-Rheinbrücken diskutiert, sollte man sich alternativ auf machbare Querungen für Fußgänger/Radler konzentrieren. Und warum nicht eine Seilbahn. Ist günstig, im Verhältnis einfach zu bauen und müsste bei geschickter Planung auch keine „Welterbediskussionen“ heraufbeschwören. Siehe Erfolgskonzept Koblenzer Seilbahn. Diese Überlegung hatte ich auch schon in meinem Tourismuskonzept für die Stadt St. Goar angeregt. Auszug:

    „Rheinquerung:
    In diesem Zusammenhang rücken die Überlegungen zu einer Mittelrheinbrücke wieder in den Vordergrund. Und es greift die Überlegung, ob St. Goar noch mal die Querung des Rheins zwischen St. Goar und St. Goarshausen mit dem Bau einer Seilbahn ernsthaft ins Spiel bringen sollte. Nicht nur die bis heute erfolgreiche Installation der Rheinseilbahn bei Koblenz, sondern auch weltweite Seilbahnprojekte als öffentliche Nahverkehrsmittel, machen hier auf ein wirtschaftliches, nachhaltiges Verkehrsmittel als ernsthafte Alternative zu Brücken und Fähren aufmerksam. „

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