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Dem Binger Krankenhaus geht das Geld aus

Blick auf das Binger Krankenhaus. Foto: Stadt Bingen / Gabi Gsell

Die Rettung des Binger Heilig-Geist-Hospitals durch die Stadt und den Kreis Mainz-Bingen ist gescheitert. 2 Jahre nach dem Einstieg in das damals insolvente Krankenhaus sind die bereitgestellten 15,8 Millionen Euro fast aufgebraucht. Eigentlich hätte das kommunale Geld bis 2028 reichen sollen. Weitere Zuschüsse in Millionenhöhe seien nicht möglich, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Kreis. O-Ton. „Beide Kommunen stehen selbst bereits mit dem Rücken zur Wand.“ Damit bleibt nur ein neuerlicher Insolvenzantrag. Für die Patienten ändert sich vorerst nichts. Der Krankenhausbetrieb läuft unverändert weiter und die Gehälter der rund 300 Mitarbeiter sind vorerst gesichert. Stadt und Kreis sollen schon mit möglichen Investoren und Kooperationspartnern verhandeln. Auch der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hat sich zu Wort gemeldet. Er kann sich laut Pressemitteilung einen „Standort mit wohnortnaher Grundversorgung mit ambulanten ärztlichen Leistungen und mit einer Notfallanlaufstelle für Alltagsnotfälle vorstellen.“ Das würde das Ende des herkömmlichen Krankenhausbetriebes bedeuten, übrig bliebe eine Art Tagesklinik mit Notfallpraxis. Rheinabwärts in Boppard wird man die Nachrichten aus Bingen mit besonderem Interesse verfolgen, wahrscheinlich auch mit einiger Sorge – hier hat die Stadt ebenfalls in das örtliche Krankenhaus investiert, um es vor der Schließung zu bewahren. Stadt Bingen (Pressemitteilung), Gesundheitsministerium RLP (Statement Clemens Hoch)
Foto: Stadt Bingen / Gabi Gsell

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