Wenn Krankenhäuser geschlossen werden sollen, kochen nicht nur am Mittelrhein die Emotionen hoch. Es geht um Arbeitsplätze, um medizinische Hilfe am Wohnort und um lebendige Innenstädte. Aber wie sieht es im Notfall wirklich aus und was wird schon heute an größere Kliniken weitergereicht? In der „AZ“ ist ein lesenswerter Überblick über die Lage auf der linken Rheinseite erschienen. Demnach hängt z. B. die Schnelligkeit eines Rettungswagens längst nicht mehr nur vom Krankenhaus-Standort ab – die Leitstelle greift sich per GPS das nächste verfügbare Fahrzeug heraus. Bei einem Notfall in Bingen etwa könne es laut „AZ“ ein Wagen „aus Idar-Oberstein sein, der gerade einen Patienten nach Mainz verlegt hat und auf dem Rückweg an Bingen vorbeifährt“. Je nach Verletzung oder Krankheitsbild würden dann die passend ausgestatteten Krankenhäuser angesteuert. Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Patienten im Raum Bingen etwa kämen sofort in die Mainzer Uniklinik. Eine zertifizierte „Stroke Unit“ für die Schlaganfallbehandlung gibt es außerdem in der Kreuznacher Diakonieklinik. Ähnlich wie in Bingen ist auch in Boppard das Angebot begrenzt. Hier ist Koblenz oft die erste Anlaufstelle. Schwerverletzte in Boppard z. B. werden – O-Ton – „direkt ins Evangelische Stift St. Martin gebracht.“ Allgemeine Zeitung (€)
Foto: Mahlow Media/Romantischer Rhein Tourismus GmbH
„Vielleicht der schönste Ort in Deutschland“
Pfingsten ist schon wieder vorbei, aber weil sich der Ausflugstipp des Internetportals „Watson“ so schön liest, zitieren wir gerne daraus. Redakteur Dariusch Rimkus lobt zunächst Rüdesheim, Boppard und Cochem, kommt dann aber zum Schluss: „Das echte Paradies in der Gegend, vor allem im Frühling, ist jedoch Bacharach“. Seinen Lesern – „Watson“ richtet sich an junge, urbane Erwachsene zwischen 18 und 39 – beschreibt er das Städtchen so: „Süße Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen, dazwischen ein Bachlauf, im Hintergrund saftig-grüne Weinberge – fast jeder Quadratmeter in Bacharach bietet einen instagrammable View“. Es sei – O-Ton – „vielleicht sogar der schönste Ort in Deutschland.“ Das Portal „Watson“ wurde in der Schweiz gegründet; die deutsche Ausgabe gehört ebenso wie T-Online zum börsennotierten Digitalkonzern Ströer mit Sitz in Köln. Watson
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