Von lukrativen Windrädern können die meisten Mittelrhein-Kommunen nur träumen. Das gilt auch für Bacharach, aber die Stadt dürfte trotzdem bald vom Boom der erneuerbaren Energien profitieren. Im Bacharacher Hinterland, unweit der Grenze zum Rhein-Hunsrück-Kreis, soll das größte Batteriespeicherwerk von Rheinland-Pfalz entstehen. Bauherr ist der internationale Projektentwickler Elements Green mit Hauptsitz in London. Die Anlage in einem Waldstück nahe der alten Römerstraße könnte in 3 oder 4 Jahren ans Netz gehen. Sie speichert überschüssige Energie aus Windkraft und Sonne und gibt sie wieder ab, wenn in Deutschland Strom gebraucht wird. Der Bacharacher Stadtrat hat den Plänen bereits zugestimmt. Laut Bürgermeister Dieter Kemmer wird es der Stadt „erheblichen Nutzen bringen – wirtschaftlich, finanziell, versorgungstechnisch und ökologisch.“ Der Eingriff in die Landschaft gilt als minimalinvasiv. Der geplante Standort liegt weitab vom Rheintal und ist wenig einsehbar. Bürgermeister-Bacharach-Blog (Info von Dieter Kemmer), Elements Green (Website des Unternehmens)
Fusion in Rüdesheim
Tourismusmarketing und Wirtschaftsförderung, das ist in Rüdesheim eine Raketenwissenschaft für sich. Nirgendwo sind die Strukturen komplizierter, denn das Stadtmarketing ist teils in kommunaler, teils in privater Hand und dann existieren noch mehrere Vereine, die ähnliches tun. Laut „Wiesbadener Kurier“soll es mit der Rüdesheimer Kleinstaaterei bald vorbei sein. Bis Endes des Jahres wollen sich die Wirtschafts- und Tourismusförderung Rüdesheim-Assmannshausen (WTF), der Gewerbeverein und – auch so etwas gibt es – die „Werbegemeinschaft rund um die Drosselgasse“ zu einer Organisation zusammenschließen. Vor allem geht es darum, Kräfte zu bündeln, hinzu kommt ein ganz praktischer Grund: im bisherigen Doppelt- und Dreifach-Konstrukt gibt es einfach zu viele Vorstandsposten für zu wenige Ehrenamtliche. Wiesbadener Kurier (€)
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