Arm und dann auch noch unsexy: So könnte man den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal beschreiben, die Arbeitsgemeinschaft aller Kreise, Kommunen und Länder im Unesco-Gebiet. Die Geschäftsstelle in St. Goarshausen koordiniert und organisiert mit viel Engagement und knappen Mitteln alles, was das Welterbetal voranbringen könnte. Es ist die einzige öffentliche Institution, die sich über Landes- und Flussgrenzen hinweg um die gesamte Region kümmert. Man muss es so ausführlich erklären, denn das Erscheinungsbild des Zweckverbandes wirkt nach über 20 Jahren ähnlich abgeblättert wie seine 70er-Jahre-Büroetage in St. Goarshausen. Zum Glück ändert sich das Welterbe-Design bald. Ein EU-weites Förderprogramm ermöglicht die gestalterische Kernsanierung. Es wird ein neues Logo geben und auch ein neuer Name ist im Gespräch. Eine eigene Website gibt Einblicke in den Kreativprozess. Wer das Team von Welterbe-Geschäftsführerin Nadya König-Lehrmann bei der Modernisierung unterstützen möchte: Gerade läuft eine Online-Umfrage, bei der Mittelrheiner ihre Sicht auf das Welterbetal einbringen können. Zweckverband Welterbe (Umfrage)
Foto: Romantischer Rhein Touristik / Henry Tornow
Der Loreley-Express kommt
Es gibt nichts schönzureden, für Bahn-Pendler wird das 2. Halbjahr besonders bitter. Wegen der Streckensanierung auf der rechten Rheinseite geht zwischen dem 10. Juli und dem 12. Dezember zwischen Koblenz und Rüdesheim gar nichts mehr. Die gute Nachricht ist: Ab Dezember soll endlich der lange angekündigte „Rheingau-Loreley-Express“ (RE 19) fahren. Der Schnellzug verbindet alle 2 Stunden Frankfurt mit Koblenz, er hält u. a. in Rüdesheim, Assmannshausen, Lorch, St. Goarshausen, Kamp-Bornhofen, Braubach und Niederlahnstein. Die Fahrt von Frankfurt Hauptbahnhof bis Koblenz verkürzt sich auf 1 Stunde und 50 Minuten. Rhein-Zeitung (€)
True Crime in Koblenz
Das Mittelrheintal steckt voller Geschichten – und nicht alle davon gehen gut aus. Ein gerade erschienener True-Crime-Podcast erzählt von einem Mordfall aus dem Jahr 1860. Im damals preußischen Ehrenbreitstein kam der Wirt Johann Meder gewaltsam zu Tode – und seine Frau, eine gebürtige Lahnsteinerin, samt Hausfreund unter Verdacht. Was die Ermittlungen ans Licht brachten und wie der damals sensationelle Prozess endete, erzählt Podcaster Jan Wiechert in „Böses Blut“. Rhein-Zeitung (€), Böses Blut (Podcast)
Foto des Tages
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