„Bevor es gut wird, wird es zäh, nerventötend und grausam“. Was Bacharachs Bürgermeister Dieter Kemmer laut „AZ“ neulich über die Baumaßnahmen zur Bundesgartenschau sagte, gilt für viele Mittelrhein-Kommunen – selbst dann, wenn sie gar nicht zum offiziellen Buga-Programm gehören. Boppard etwa will bis zum Jahr 2029 längst überfällige Hausaufgaben machen und die Rheinpromenade erneuern. Es beginnt mit der Sanierung der maroden Ufermauern. Dabei geht es nicht nur um Schönheit: Laut Stadtverwaltung werden rund 1200 Rückverankerungen eingebaut, um die Statik zu stabilisieren. Was das Bopparder Ufer immer mal wieder abkönnen muss, hat sich gerade erst gezeigt. Am 19. März rammte ein Tankmotorschiff den Fähranleger. Die kleine Rheinfähre von Tony Deleu ist seitdem außer Betrieb, laut „RZ“ dauert die Reparatur noch Monate. Stadt Boppard (Ufermauern), Rhein-Zeitung (€, Fähre)
Foto: Stadt Boppard
Die letzten Lotsen
Für das, was den Lotsen am Mittelrhein passiert ist, klingt das Wort „Strukturwandel“ noch harmlos. Die Begradigung des Binger Lochs Mitte der 70er Jahre machte ihre Arbeit auf einen Schlag überflüssig. Am Binger Kulturufer erinnert der Schifferverein in seinem kleinen Museum an eine früher unverzichtbare Branche. Der SWR hat sich dort mit Vereinschef Ulrich Kunkel und mit Fritz Neureuther getroffen, einem der letzten noch lebenden Rheinlotsen. SWR (Video)
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