Redaktion

„Wir sind so happy“

Boppard am Rhein. Foto: Denise Bergfeld / Stadt Boppard

Noch ist es zu früh, vom „Wunder von Boppard“ zu sprechen, aber die Chancen für das Krankenhaus „Heilig Geist“ stehen so gut wie lange nicht. Alles deutet darauf hin, dass der Krankenhausbetreiber GKM seine Entscheidung zur Schließung aufheben wird und dem Standort noch mindestens 2 Jahre Zeit gibt. Grund dafür ist ein weiteres Entgegenkommen der Stadt Boppard. Sie schließt ein Engagement über 2027 hinaus jetzt nicht mehr kategorisch aus; unabhängig davon zahlt sie in den kommenden beiden Jahren bis zu 2 Millionen Euro, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Rund 150 Fans des „Heilig Geist“ verfolgten die Debatte und den einstimmigen Beschluss des Stadtrates am Montagabend. „Wir sind so happy“, zitiert der SWR Betriebsratsvorsitzende Bärbel Friedrich. Anwesend waren diesmal auch die beiden GKM-Chefs Alexandra Kiauk und Christian Straub. Dass sie nach Boppard gekommen waren, um Fragen zu beantworten, markierte das Ende der Eiszeit zwischen Koblenz und Boppard – in den vergangenen Monaten hatte man lieber übereinander als miteinander gesprochen. Formell steht jetzt noch eine Entscheidung der GKM-Eigentümer aus, im Wesentlichen also der Stadt Koblenz und des Kreises Mayen-Koblenz. Laut SWR hat der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner aber bereits Zustimmung signalisiert. Er ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. Das GKM („Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein“) betreibt neben dem Standort Boppard Krankenhäuser in Koblenz, Mayen und Nastätten. Außerdem muss die Kommunalaufsicht mitspielen. Das Veto einer Landesbehörde kurz vor der Landtagswahl gilt allerdings als höchst unwahrscheinlich. SWR, Rhein-Zeitung (€), YouTube (Stadtratssitzung)
Foto: Denise Bergfeld / Stadt Boppard

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