Nach dem überraschenden Tod von Geschäftsführer Christian Berentzen hat der Rhenser Mineralbrunnen einen vorübergehenden Nachfolger gefunden: Der Mainzer Unternehmensberater Holger Sieck übernimmt bis auf Weiteres die Geschäftsführung. Sieck ist mit dem Betrieb gut vertraut. Er war bereits vor dem Einstieg der Familie Berentzen 2016/2017 Interims-Chef in Rhens. Damals ging es darum, das insolvente Unternehmen zu retten. Der 66-Jährige soll so lange an Bord bleiben, bis eine dauerhafte Lösung präsentiert werden kann. Die Suche nach einem neuen Top-Manager läuft bereits. Ziel sei es, „die strategische Entwicklung im Sinne der bisherigen Geschäftsführung fortzuführen“, heißt es in der „RZ“. Rhenser Mineralbrunnen beschäftigt rund 140 Mitarbeiter. Neben dem klassischen Mineralwasser gehören u. a. die Limonade Silvetta und die Biermarke „Koblenzer“ zum Sortiment. Rhein-Zeitung (€), Rhenser Mineralbrunnen
Foto: Rhenser Mineralbrunnen
„Es ist unmöglich“
Die 50 Millionen Euro teure Komplettsanierung des Binger Hauptbahnhofs steht unter keinem guten Stern. Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser ist in Rage, weil die Deutsche Bahn keine regulären Toiletten mehr vorgesehen hat. Es soll im größten Bahnhof zwischen Mainz und Koblenz nur noch ein Behinderten-WC geben. Fesers Protestschreiben an das Bundesverkehrsministerium und an die Bahn selbst bleiben auch nach Wochen unbeantwortet. „Es ist unmöglich. Wir haben keinerlei Reaktion auf unsere Schreiben; nicht einmal eine Eingangsbestätigung“, zitiert die „AZ“ den Stadtchef. Feser hatte sogar eine Reinigung durch kommunale Mitarbeiter angeboten. Die Bahn wird allerdings irgendwann ihr Schweigen brechen und auf ihn zukommen müssen – ohne Beteiligung der Stadt kann das Großprojekt nicht abgeschlossen werden. Allgemeine Zeitung (€)
Im höheren Dienst
Wenn Bacharach die heimliche Hauptstadt der Rheinromantik ist, dann ist Kamp-Bornhofen die heimliche Hauptstadt der rheinischen SPD-Romantik. Hier, fernab von großstädtischem Gendertheoriegedöns, lebt noch der Mythos der guten alt „Nah-bei-de-Leut“-Partei, seit Jahrzehnten verlässlich verkörpert von alteingesessenen Größen wie Ex-Innenminister Roger Lewentz und dem heutigen VG-Bürgermeister Mike Weiland. Ihre Drähte in die Landeshauptstadt Mainz sind legendär, aber niemand kam der Macht so nahe wie ihr Mitbürger Michael Schaust. Der gelernte Kfz-Profi aus Kamp-Bornhofen – mittlerweile in Rheinhessen zu Hause – war über 30 Jahre und geschätzte 1,8 Millionen Kilometer lang der Chauffeur der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten. Er fuhr nacheinander Kurt Beck, Malu Dreyer und Alexander Schweitzer. Diskretion ist für Schaust Ehrensache, aber er hat trotzdem einiges zu sagen. In der „FAZ“ ist ein äußerst lesenswertes Interview mit ihm erschienen. Frankfurter Allgemeine Zeitung (€)
Foto des Tages
Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren
Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.
