Rüdesheim im Januar und im Februar, das muss man wollen. Der Journalist Tobias Blank hatte keine andere Wahl, er recherchierte für den „Wiesbadener Kurier“ nach touristischen Lebenszeichen. Allerdings fand er selbst in der Drosselgasse nur – O-Ton – „Schilder an Restauranttüren, die eine Wiedereröffnung ab dem 20. März in Aussicht stellen.“ Im Artikel erklärt Astrid Climenti vom Verein Wirtschafts- und Tourismusförderung Rüdesheim und Assmannshausen, warum das so ist und vermutlich auch so bleiben wird: Es gibt vor Ende März kaum Nachfrage und keine Hotelschiffe. Viele Tourismusprofis seien zwischen den Saisons außerdem ausgepowert und hätten sich Erholung verdient, heißt es. Tatsächlich dauert das jährliche Spektakel in Rüdesheim länger als anderswo – wegen des „Weihnachtsmarktes der Nationen“ herrscht hier noch Hochbetrieb, während anderswo schon die Bordsteine hochgeklappt sind. Hajo Meuer von „Hajo’s Irish Pub“ macht im „Wiesbadener Kurier“ eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung auf: „Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine sind die Energiekosten stark gestiegen. Es ist wirtschaftlicher Unsinn, einen Raum mit leeren Tischen zu heizen.“ Die Rüdesheimer sehen es entspannt. Sie müssen nicht an die gastronomische Wiederauferstehung glauben, sie wissen es einfach. Spätestens Ostern werden die Stadt und ihre Parkplätze wieder voll sein. Wiesbadener Kurier (€)
Rüdesheim-Foto: Hessen Tourismus / Roman Knie
Schweine in Lahnstein
Die Wildschweinplage auf der rechten Rheinseite sorgt weiter für Schlagzeilen. Am Lahnstein Allerheiligenberg etwa gehören morgendliche Ausflüge ganzer Rotten schon fast zum Stadtbild. Laut „Rhein-Zeitung“ ist das Problem nur schwer zu lösen. Die Jagdpächter haben den Druck zwar erhöht und greifen häufiger zur Waffe, aber in der Nähe von Wohngebieten sind sie oft machtlos – das Risiko, einen Menschen zu treffen oder auf nur ein Auto zu beschädigen, wäre zu groß. Das Forstamt Lahnstein rät im Falle des Falles zur Ruhe: Nicht zu hektisch bewegen, nicht versuchen, das Tier in eine Ecke zu drängen und Hunde möglichst anleinen. In „aller Regel“ sei die Begegnung mit einem Wildschwein ungefährlich. Rhein-Zeitung (€)
Foto des Tages
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