Eine große Baustelle gibt es nach der Neugestaltung der Loreley noch: Das „Turner- und Jugendheim“ aus den 1920er Jahren, der letzte Rest der alten Plateau-Bebauung. Das Anwesen im Landhaus-Stil war (und ist) zu schön, um abgerissen zu werden. Die Sanierung lässt sich die zuständige Verbandsgemeinde Loreley etwas kosten, Zeit wie Geld. Im vergangenen Herbst war nach mehreren Jahren Arbeit in der „RZ“ von rund 6,7 Millionen Euro die Rede. Multi-Gastronom Muzaffer Oguz, der bereits das Bistro auf der Loreley, den Bacharacher „Posthof “ und das „Palais M. Oguz“ am Binger Speisemarkt betreibt, will im generalüberholten Turnerheim ein Restaurant („Am gläserne Fels“) eröffnen. Allerdings muss er sich noch ein wenig gedulden. VG-Bürgermeister Mike Weiland berichtet in einer Pressemitteilung über unzuverlässige Dienstleister und Pfusch am Bau. Zuletzt musste der Estrich im Obergeschoss komplett neu aufgebaut werden. Weiland führt viele Probleme auf das geltende Vergaberecht zurück. Es verpflichtet Behörden oft zu europaweiten Ausschreibungen, bei denen möglichst billig eingekauft werden muss. So kämen auch Firmen zweifelhafter Qualität zum Zug, heißt es. Wenn es nach Weiland ginge, würde man unseriöse Anbieter – O-Ton – „direkt vom Hof jagen“ und möglichst viele Handwerker aus der Region beauftragen . Hier habe man – von einer Ausnahme abgesehen – nur gute Erfahrungen gemacht. Rund um die Loreley sorgen aber nicht nur Kosten und Bauzeit für Interesse. Einige Wirte kritisieren hinter vorgehaltener Hand, dass die Verbandsgemeinde de facto mit Steuergeldern einen privaten Gastronomiebetrieb subventioniere. Weiland weist das zurück: Der künftige Pächter bekomme „keineswegs alles auf dem Silbertablett serviert“. Stattdessen investiere er „laut Pachtvertrag selbst hohe Summen in den Innenausbau und die Ausstattung, bevor ab Betriebsbeginn dann selbstredend auch Pacht fällig wird.“ VG Loreley (Pressemitteilung)
Foto: VG Loreley
Ein neues Schiff wird kommen
Die börsennotierte Viking-Reederei schickt ein neues Hotelschiff auf die Reise. Die 135 Meter lange „Viking Eldir“, gebaut in Rostock-Warnemünde, bietet Platz für 190 Gäste. Es gibt 95 Kabinen, darunter das Luxus-Angebot „Explorer Suite“ mit rund 40 Quadratmeter Wohnfläche und eigenem Balkon. Der Flusskreuzer in – O-Ton – „elegantem skandinavischem Design“ – soll auf dem Rhein, dem Main und der Donau eingesetzt werden. Stationen im Welterbetal sind Rüdesheim und Koblenz. Viking Cruises
Podcast der Woche: Die Königin des Karamells
Der Name Jenny Krause ist vielleicht nicht jedem Mittelrheiner ein Begriff. „Frl. Diehl“ schon eher. Unter diesem Namen produziert die gelernte Produktdesignerin und Konditormeisterin in der Koblenzer Altstadt seit fast 10 Jahren handgemachte Köstlichkeiten aus Karamell. Im Gespräch mit „RZ“-Podcasterin Nina Borowski erzählt sie ihren ungewöhnlichen Karriereweg von der Bauhaus-Uni in Weimar zum süßesten Laden am Mittelrhein. Rhein-Zeitung (€, Podcast), Fr. Diehl (Website der Karamell-Konditorei)
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