Redaktion

Perspektiven in Boppard und Neubauten in Bingen

Krankenhaus Boppard

Die Schließung des Bopparder Krankenhauses scheint vorerst vom Tisch. Anders als vom angeschlagenen Klinikbetreiber GKM im vergangenen Jahr berechnet, könnte der Standort erhalten werden- wenn auch mit Abstrichen. Das neue GKM-Konzept ist weder amtlich noch öffentlich , aber eine aktuelle Debatte im Kreistag des Rhein-Hunsrück-Kreises lässt laut „RZ“ Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Demnach sieht es nach einer Facharztklinik plus Notfallmedizin aus. „Was aber wahrscheinlich nicht erreicht werden kann, ist ein Haus der Grundversorgung“, zitiert die Zeitung den Oberweseler Arzt Axel Strähnz. Der Mediziner sitzt für die CDU im Kreistag. Er befürchtet, dass Chirurgie und Intensivmedizin auf der Strecke bleiben. Stattdessen könnte sich das traditionsreiche „Heilig Geist“ – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Krankenhaus in Bingen – auf Geriatrie, Psychosomatik und Wundmedizin konzentrieren. Dass es in Boppard überhaupt weitergeht, ist vor allem dem Kreis zu verdanken. Er ist im Gegensatz zur Stadt Koblenz zwar nicht an der GKM-Gruppe beteiligt, organisierte aber eine Zwischenlösung und übernahm gemeinsam mit der Stadt Boppard bis Ende des Jahres eine Bürgschaft. Eine Verpflichtung zum Weiterbetrieb bestand eigentlich nicht – wegen der Nähe zu den Koblenzer Kliniken und weil der Rhein-Hunsrück-Kreis bereits über ein Krankenhaus in Simmern verfügt, hätten sich Landrat Volker Boch und seine Gremien auch heraushalten können. Rhein-Zeitung (€), Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein / GKM (Website des Bopparder Krankenhauses)

Papa Rhein wächst

Die Saison hat zwar noch nicht begonnen, aber in Bingen denkt man schon an das Highlight danach: Am 1. November eröffnet das „Papa Rhein“ seinen Neubau mit zusätzlichen Hotelzimmern, Tagungsräumen und XXL-Spa. Die ersten Suiten seien schon gebucht, heißt es in der „AZ“. Insgesamt entstehen gerade 3 neue Gebäude am Rheinufer. „Papa Rhein“-Gründer Jan Bolland will sie nicht nur für sein Hotel nutzen, sondern auch auch Mietwohnungen anbieten. Ein Teil davon werden öffentlich geförderte Sozialwohnungen. Allgemeine Zeitung (€)

Der Kampf um den Inselrhein

Ab sofort darf die „Inselrhein“-Stillwasserlandschaft am Eingang des Welterbetals wieder mit Sportbooten befahren werden. Die Frage ist nur, wie lange. Zwar ist der Versuch der rheinland-pfälzischen Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) gescheitert, das saisonale Nutzungsverbot auf das gesamte Jahr auszudehnen. Aber laut „FAZ“ verfolgt das eigentlich zuständige Bundesverkehrsministerium denselben Plan. Beide Behörden argumentieren mit Vogelschutz. Dagegen formiert sich die „Interessengemeinschaft Inselrhein“, ein Zusammenschluss von Verbänden, Verbänden und Initiativen rund um den Wassersport am Rhein. Sie will die geltende Rechtslage verteidigen, wonach das Areal nur im Winterhalbjahr gesperrt wird. Über den Konflikt berichtet mittlerweile auch die „FAZ“. Frankfurter Allgemeine Zeitung (€), Allgemeine Zeitung (€), IG Inselrhein

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