Marathon-Läufe sind nichts Besonderes – außer, für die, die sich dabei quälen. Anders in Rüdesheim. Dort findet am 25. April der erste „Vinothon“ statt, ein gemütlicher Lauf nach dem Vorbild des südfranzösischen „Médoc-Marathon“. Im Mittelpunkt steht weniger die sportliche Bestzeit als das gute Leben. Kurze Genusspausen sind ausdrücklich erwünscht. Entlang der Strecke soll es „Livemusik, regionale Spezialitäten und Weinverkostungen“ geben. Sponsor ist die Sektmarke Henkell, die ihre alkoholfreien Schaumwein promoten will. Der Startschuss fällt an der Rüdesheimer Abtei St. Hildegard. Je nach Lust und Kondition gibt es 3 Varianten: 8 Kilometer bis zum Schloss Johannisberg, den Halbmarathon bis Hattenheim oder die vollen 42 Kilometer bis zum Schloss Henkell in Wiesbaden-Biebrich. Egal, welche Distanz man wählt: Alle 3 bis 5 Kilometer wartet eine Station mit – O-Ton – „kulinarischen Köstlichkeiten der Weinregion Rheingau wie Käse & Brot, herzhaften regionalen Gerichte und süßen Desserts“. Die Idee klingt ein bisschen verrückt und soll es zumindest in Frankreich auch sein – dort sind sogar Kostüme beim Laufen üblich. Aber es steckt ein interessanter Gedanke dahinter. Bisher werden die beiden großen Mittelrhein-Themen Genuss und Outdoor-Sport eher getrennt vermarktet. Der „Vinothon“ könnte zeigen, dass sich beides kombinieren lässt. Frankfurter Rundschau, Vinothon Genussmarathon (Website des Veranstalters)
Foto: © HA Hessen Tourismus, Roman Knie; CC0-Lizenz
Volles Haus in Bingerbrück
Das Bingerbrücker Stadtteilzentrum „ZwoZwo“ ist buchstäblich ein voller Erfolg. Im vergangenen Jahr gab es dort über 900 Veranstaltungen, davon etwa 100 private Feiern wie Geburtstag oder Taufen. Rund 20 Gruppen nutzten es pro Monat mindestens einmal. Die Stadt Bingen zeigt sich hochzufrieden: „Die Zahlen zeigen sehr klar, dass das ZwoZwo fest im Stadtteil verankert ist“, zitiert die „AZ“ Quartiersmanagerin Kristina Speichert. Das öffentliche Wohnzimmer von Bingerbrück – benannt nach der Hausnummer Adresse Koblenzer Straße 22 – entstand im früheren Rathaus der Verbandsgemeinde „Bingen Land“ (heute „Rhein-Nahe“ ). Es wurde nach vollzogener Gebäudesanierung 2022 eingeweiht. Allgemeine Zeitung (€)
Bingen ist Spitze
Binger wussten es schon immer, aber laut „AZ“ ist es jetzt auch amtlich. Das „Rialto“ von Matteo Zava gehört zu den 100 besten Eisdielen Deutschlands. Das ergab eine Befragung im Rahmen der Fachmesse „Gelatissimo“ in Stuttgart. Zuvor hatte das Feinschmeckermagazin „Falstaff“ das Eiscafé in der Neugasse bereits als „beliebteste Eisdiele in Rheinland-Pfalz“ gekürt. Matteo Zava führt das „Rialto“ in 2. Generation. Sein Vater Rino gründete es 1988. Die Eiskarte ist mittlerweile 48 Seiten dick und umfasst ausgeklügelte Eigenkreationen wie „Mango Matcha“ oder „Blaubeermuffin „. Für den Chef stehen trotzdem noch die Klassiker im Mittelpunkt, vor allem sein geliebtes Vanilleeis: „Wenn das nicht stimmt, stimmt der Rest auch nicht“. Allgemeine Zeitung (€), Rialto Bingen (Website der Eisdiele)
Trauer in Rhens
Christian Berentzen, Chef der Rhenser Mineralbrunnen, ist am Wochenende überraschend gestorben. Das gab das Unternehmen auf seiner Website bekannt. Berentzen wäre im April 61 Jahre alt geworden, er hinterlässt eine Frau und 2 Kinder. Der Spross einer bekannten Emsländer Spirituosen-Dynastie („Berentzen Apfel“) hatte die damals insolvente Mineralwasserfirma 2017 gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich (1966-2023) übernommen und vor der Schließung gerettet. Rhenser beschäftigt derzeit rund 125 Mitarbeiter. Seit 2024 gehört auch die Biermarke „Koblenzer“ zum Sortiment. Rhenser Mineralbrunnen
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