2 Millionen Euro will die Stadt Boppard auftreiben, um das Krankenhaus im Herzen der Stadt zu retten. Aber anders als in der Stadtratssitzung Ende Januar gehofft, reicht es dem Eigentümer immer noch nicht. Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) – dominiert von der Stadt Koblenz und dem Kreis Mayen-Koblenz – verlangt darüber hinaus, dass die Stadt Boppard oder der Rhein-Hunsrück-Kreis als Gesellschafter einsteigen und sich damit unbegrenzt finanziell engagieren. Ansonsten wird der Standort zum 30. September geschlossen. „Dies ist notwendig, da wir als Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz nicht dauerhaft ein Krankenhaus außerhalb unserer Gebietskörperschaft finanzieren können“, wird MYK-Landrat Marko Boos in einer Pressemitteilung zitiert. Schon die 2-Millionen-Zusage für die Jahre 2026 und 2027 fiel Boppard schwer; der Kreis machte erst gar nicht mit. Auf die weiteren Forderungen müsste sich die Stadt bis spätestens Anfang März einlassen. Sie hat eine direkte Beteiligung am Krankenhaus bisher kategorisch abgelehnt und könnte langfristige Betriebsverluste kaum schultern. Andererseits stehen über 300 Arbeitsplätze und kaum zu schätzende Kaufkraft für die Innenstadt auf dem Spiel. BEN-Kurier (Pressemitteilung des GKM), Rhein-Zeitung (€)
Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow
BIN in der Fahrschule
Um die 3.500 Euro kostet ein Führerschein in Bingen im Durchschnitt. Das ergab eine „AZ“-Umfrage unter 3 Fahrschulen. Wenig überraschend ist, dass die Fahrlehrer ihren Aufwand verteidigen und eine kostensenkende Reform ablehnen. Martin Stassen von der Fahrschule Stassen bringt im Artikel ein interessantes Argument. Der Führerschein koste nach wie vor gut 3 Azubi-Monatsgehälter, rechnet er in der „AZ“ vor – vor 40 Jahren habe ein Auszubildender 400 Mark verdient, heute rund 1.000 Euro. Im Vergleich zu damals seien die heutigen Schüler allerdings wesentlich unvorbereiteter und unkonzentrierter, heißt es unisono . Die Ausbildung müsse schon im Familienauto auf dem Beifahrersitz beginnen. Wer stattdessen nur noch auf dem Handy daddele, verliere den Blick für den Verkehr, könne sich nicht ohne fremde Hilfe orientieren und brauche um so mehr Fahrstunden. Allgemeine Zeitung (€)
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