Die Entscheidung über das Bopparder Krankenhaus fällt wohl noch in dieser Woche und es sieht nicht gut aus. Ein Kompromissvorschlag des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministers Clemens Hoch ist offenbar vom Tisch. Die Idee war, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis und die Stadt Boppard in diesem und im nächsten Jahr weitere 2 Millionen Euro in den Standort stecken. Der Klinikbetreiber GKM besteht allerdings auf dauerhafter finanzieller Beteiligung. Kreis und Stadt lehnen das kategorisch ab. Ein Krisengespräch im Mainzer Gesundheitsministerium vergangene Woche endete ohne Ergebnis. Die Positionen lägen „zu weit auseinander, um eine gemeinsame Lösung zu finden“, lässt sich Rhein-Hunsrück-Landrat Volker Boch in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung zitieren. Damit scheint das Schicksal des Bopparder „Heilig Geist“ besiegelt. Die Mehrheitsgesellschafter der GKM-Gruppe, die Stadt Koblenz und der Kreis Mayen-Koblenz, haben an Boppard kein Interesse, weil es nicht auf ihrem Gebiet liegt und sie mit ihren eigenen Standorten genug zu tun haben – das GKM gilt seit Jahren als Sanierungsfall und wäre ohne die Zuschüsse aus Koblenz längst insolvent. Dem Rhein-Hunsrück-Kreis und der Stadt Boppard wiederum fehlt nach eigenen Angaben das Geld für ein langfristiges Engagement. Rechtlich gesehen ist man auch nicht verpflichtet; wegen der Nähe zu Koblenz gilt das Bopparder Krankenhaus als nicht systemrelevant. Die GKM-Gesellschafter müssen jetzt nur noch den Daumen senken. Am Freitag (16. Januar) würden sie „über das weitere Vorgehen am Standort Boppard beraten“, heißt es. Rhein-Hunsrück-Kreis (Pressemitteilung)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH / CC BY 4.0
Nur die Harten kommen in den Binger Garten
Lange Zeit war Wintertourismus im Welterbetal kein Thema, die kalte Jahreszeit entwickelt sich erst seit einigen Jahren zum Geheimtipp – u.a. weil es immer mehr komfortable Ferienwohnungen gibt. Der wirklich harte Kern mietet sich allerdings dort ein, wo die Natur am nächsten ist – auf dem Campingplatz. Die „AZ“ berichtet über Wintercamper bei „Bauer Schorsch“ im Stadtteil Kempten. Dort genießt u. a. Michael Ettingshausen aus Wiesbaden ruhige Winterwochenenden am Rheinufer. O-Ton: „Ich verdiene als Lastwagenfahrer mein Geld, da brauche ich keinen Stress in der Freizeit.“ Campingplatzbetreiber Winfried Bauer zählt im Winter 8 Stammgäste. Allgemeine Zeitung (€), Bauer Schorsch (Website des Campingplatzes)
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